Samstag, 21. Februar 2026

Kunstwerke, Elefantentransporte, Bestandene Prüfung, Dämonenspuren und Blitze - Audienz vom 28. Mai

Man kam ja zu nichts mehr! Da hielt mich ein dringendes Schreiben auf, und während ich mich noch mit Pergamenten herumschlug, ging im Schloss von Carima Hills die Post ab. 


Als ich schließlich den Saal betrat, stand meine Canidio dort mit einem mächtigen Knochenstab auf dem Rücken, als wäre es das neueste Mode-Accessoire aus Carima. 

Aber beginnen wir von vorn ...

Schloss Carima Hills ist nur eine billige Sandburg?

Jungfer Blue hatte wieder einmal zugeschlagen – oder besser gesagt, sie hatte denjenigen fast erwischt, der ständig zuschlug ... äh flüssig malte. Unser berüchtigter Grünpinkler war wieder unterwegs gewesen und hatte sogar ein detailliertes Phantombild hinterlassen. Prinz Lennard nannte ihn anerkennend einen „Talentpinkler“, weil er ohne Vorlage ganze Sandburgen auf den Boden zauberte.

Das Beste daran? Die Herzogin höchstpersönlich hatte das Rätsel der Farbe gelöst. Es handelte sich um eine – ich nenne es mal „ästhetische Nebenwirkung“ – meiner im Dunkeln leuchtenden Wischrollen. Wer meine Erfindungen nutzte, hinterließ eben bleibende Eindrücke. Statthalter Primus nannte mich deshalb einen „Zauberwichtel“. Ich nahm das als Kompliment, auch wenn er es sicher weniger charmant meinte. Deshalb konterte ich mit seiner „Wohlstandsplautze“.

Nach diesem Problem, kam das nächste: Blue plante einen Elefantentransport. Aber der Haken: Die Damen, die ihr helfen wollten, stellten Bedingungen. Der Transport konnte anscheinend nicht ohne die Hilfe des „tapferen“ Sir Primus stattfinden. Die berüchtigte Lola stellte ihr Kreuzfahrtschiff – das inoffiziell eher als Bordellschiff bekannt war – wohl nur unter der Bedingung zur Verfügung, dass Primus mitfuhr.

Primus versuchte sich noch mit seinem „Urlaub“ herauszureden, aber die Herzogin kannte keine Gnade: Er musste mit! Canidio murmelte mir auch noch zu, dass Blues Gesang auf der Reise wohl als Folterinstrument eingeplant war. 



Dann wurde es kurzzeitig ernst. Atalia präsentierte mit einem schwebenden Bildkristall die unheimlichen Abdrücke eines Wesens namens Nichneven.


Ein Dämon aus uralten Geschichten trieb in Carima wieder ihr Unwesen. Diese Brandspuren wurden am Marktplatz, vor Atalias Laden und – man höre und staune – sogar im Schloss gesichtet. Canidio erinnerte sich sofort an unsere Zeit in Avalon; dieses Wesen war keine Unbekannte. Wir sollten also die Augen offen halten, was Nichneven wieder als Nächstes ausheckte.


Zwischendurch gab es eine Portion unfreiwilligen Humor. Unsere Sternenfrau Luba präsentierte ihr Zeugnis von Meister Kopernikus. Das Urteil lautete: Sie war „stets bemüht“.  Als Luba vor Stolz fast platzte und das Ding sofort am Leuchtturm aufhängen wollte, mussten sich die Herzogin und der Prinz ein Grinsen verkneifen. Wir wissen alle, was das in Gelehrtenkreisen bedeutet, aber die Begeisterung der Frau war einfach ansteckend!


Der eigentliche Knaller kam zum Schluss. Die Amazone Frekya trat vor – natürlich mit dem magischen Stab ihrer Lehrerin Susi, den sie sich „ausgeliehen“ (sprich: geklaut) hatte. Als sie versuchte, das Ding auf ihrem Rücken zurechtzurücken, passierte es: Ein Blitz schoss aus dem Stab direkt in die Schlossdecke!


Bevor Primus eine Panikattacke bekam oder das Schloss abbrannte, griff Canidio ein. Mit einer lässigen Handbewegung verwandelte sie den Blitz kurz vor dem Einschlag in einen Blumenregen. Sehr schick, sehr effektiv.


Susi war natürlich am Boden zerstört über ihre Schülerin und bot sogar an, Frekya direkt im Saal bestrafen zu lassen. Die Herzogin lehnte dankend ab – wir waren schließlich nicht beim öffentlichen Auspeitschen.

Das Ende vom Lied? Der gefährliche Knochenstab („Bone Staff“) zog erst einmal bei uns ein. Susi bat Canidio inständig darum, das Ding zu behalten, da es bei uns Magiern wohl sicherer war als bei einer Novizin mit Hummeln im Hintern.

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