Dienstag, 28. Januar 2025

Der fuchtige Besen – ein Tavernenabenteuer

In vino veritas – im Wein liegt Wahrheit, sagt man so schön. Vielleicht traf dies auch auf diesen Abend zu, denn die Taverne am Markt von Carima war gut besucht, und der Wein, den Sir Lennard spendierte, lockerte die Zungen, sodass sich eine heitere Runde ergab.

Sir Lennard stellte uns seinen kürzlich angereisten Freund Yerk vor, der mit einem höflichen Lächeln sagte: „Der Weg war beschwerlich, aber die Gastfreundschaft hier ist unvergleichlich.“ Doch bald nahm das Gespräch eine andere Wendung, als Greta, das zänkische Weib vom Hafen, in die Taverne stürmte.

„Potzblitz! Hier sind ja immer noch die Suffköppe!“ rief sie und schwenkte drohend ihren Besen. „Wehe, Ihr kotzt mir wieder auf die Steine! Diese Tavernenklöße sind ja nicht auszuhalten!“

Sir Georg ließ sich von ihrem Auftritt nicht beeindrucken. „Hier kotzt keiner hin!“ erwiderte er trocken. Doch Greta funkelte ihn mit kleinen, bösen Augen an. „Sagt der, der am meisten röhrt!“ fauchte sie zurück.

„Sag mir doch bitte, Greta, wo deine Freundin ohne die viele Kleidung wohnt,“ konterte Georg mit einem spöttischen Lächeln.


Greta blieb kurz stehen, runzelte die Stirn und erwiderte mit einem scharfen Ton: „Häh? Du willst doch nicht schon wieder so einen Steh-auf-Trank? Du Wicht?“

Georg lachte laut und fragte schlagfertig: „Wen meinst du, Greta?“ Doch Greta zeigte mit ihrem Besen direkt auf ihn: „Und du ... du ... Schmied! Ich putz dir die Wangen rot, wenn du nochmal Ärger machst!“

Der Schlagabtausch wurde noch durch Prinz Lennard gewürzt, der Greta mit einem amüsierten Blick ansah. „Man sollte ihr ein Bier geben... das beruhigt... den Frontal Lappen... und macht sie schläfrig,“ sagte er mit einem nachdenklichen Nicken in ihre Richtung.

Elamanu, der Lennards Worte aufgriff, setzte mit einem schelmischen Grinsen nach: „Herr Lennard, ... Frontal Lappen... wie redet Ihr von Gretas Brüsten?“

„Wie bittttäääääääääääää?“ fuhr Greta dazwischen und sah drohend zum Prinzen hinüber. Lennard hob hastig die Hände und erklärte: „Nein, nein! Ich meine damit den präfrontalen Cortex!“ Er deutete mit der Hand auf seine Stirn. „Das Hirn vorne, wie die Bayern sagen!“ Er lachte, doch die Runde schmunzelte nur halb erleichtert.

Georg, der die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen konnte, fügte lachend hinzu: „Ich nehme auch noch so einen... wie heißt das? Präfon tex, oder so!“

Schließlich brachte Primus Caproni den Gedanken der gesamten Runde auf den Punkt: „Oh Weh, wo sind wir hier nur hingeraten...“ Die Taverne war von Lachen und bissigen Kommentaren erfüllt, doch trotz aller Neckereien blieb die Stimmung ausgelassen.


Greta verabschiedete sich schließlich mit ihrer üblichen Drohung: „Nächstes Mal gibt’s für jeden eine Schelle mit dem Besen! Also wehe euch!“

So endete der Abend, wie er begonnen hatte – mit einem Schlagabtausch scharfer Worte und viel Gelächter. Die Taverne am Markt bleibt ein Ort, an dem das Leben in all seinen Facetten gefeiert wird – sei es mit Wein, Geplänkel oder dem unvermeidlichen Besen von Greta.


Wenn die Liebe erblüht ...

Der Mai – jener Monat, in dem die Natur selbst ein Fest zu feiern scheint. Die Bäume stehen in voller Blüte, die Sonne wärmt die Erde und verleiht den Wiesen und Feldern eine satte Lebendigkeit.


Berauschende Düfte durchströmen die Luft, während die Vögel ihre Lieder anstimmen, die von Neuanfängen und Freude künden. Es ist eine Zeit, in der Frühlingsgefühle erwachen und das Leben sich erneut von seiner schönsten Seite zeigt.


Und welch besserer Moment, um das Band der Liebe zu feiern, als in dieser Jahreszeit, die uns an die Kraft der Erneuerung und des Wachstums erinnert?

Als ich schließlich in Candoranien eintraf, war die Hochzeitsgesellschaft bereits versammelt. Von weitem konnte ich den festlich geschmückten Platz sehen, umgeben von Gästen aus nah und fern.



AnaKathy Rosenburg begrüßte uns mit einem freundlichen Winken und freute sich sichtlich über die Anwesenheit der Carimaer. „Huhu Atalia, Moon und Prinz Lennard, grüße euch!“ rief sie, als wir uns den anderen anschlossen.



Scarlett Candor, die Priesterin, trat in die Mitte des Kreises und eröffnete die Zeremonie mit Worten, die den Geist von Beltane, dem Fest des leuchtenden Feuers, einfingen.



„Beltane bedeutet den Übergang vom Frühling zum Sommer,“ erklärte sie mit ruhiger Stimme. „Es ist ein Fest der Fruchtbarkeit, der Reinigung und der Wiederanbindung an unsere Schöpferkraft.“ Mit Räucherwerk und der Kraft der Elemente bereitete sie den Kreis für die heilige Zeremonie vor.



Die Priesterin wandte sich an die Trauzeugen, Miguel Torres und Marlis Back, und fragte nach ihrem Einverständnis für die Bindung von Cosa und Butsch. Beide stimmten mit den traditionellen Worten „Ja, das bin ich“ zu, während Cosa nervös an Butschs Ärmel zupfte.



„Wart es Eure freie Entscheidung, eins zu werden und das Leben zu teilen? So antwortet mit ‚Ja‘!“ rief Scarlett mit fester Stimme.



Ohne Zögern antworteten die beiden. „Ja!“ erwiderte Cosa, während ihr Bräutigam Butsch, sichtlich bewegt, hinzufügte: „Ja, meine geliebte Cosa… mein Sonnenschein in dieser dunklen Welt!“



Die Priesterin stellte weitere Fragen, die das Paar mit Nachdruck beantwortete. „Bist du bereit, selbst die volle Verantwortung für Dein Leben, Deine Entscheidungen, Deine Taten und Deine Gedanken zu übernehmen?“ Beide erklärten einstimmig: „Ich bin bereit.“



Als Scarlett schließlich fragte: „Bist Du bereit, mit Deinem Partner zu lachen und zu weinen, Lasten mit ihm gemeinsam zu tragen und Freude mit ihm zu teilen?“ antwortete Butsch mit einem warmen Lächeln: „Aber immer, so soll es sein. Ich bin bereit.“



Dann kam der bewegendste Teil der Zeremonie, in dem Cosa ihre Versprechen sprach. „Geliebter Butsch,“ begann sie, ihre Stimme zitterte vor Emotion. „Seit Jahren stehst du mir zur Seite, bist immer für mich da. Wenn es mir gut geht, lachst du mit mir. Wenn es mir schlecht geht, weinst du mit mir. Du kannst mich in den Arm nehmen und trösten, du kannst mich an die Hand nehmen und durch die Welt führen. Dafür danke ich dir.“



Butsch erwiderte mit einem schelmischen, aber liebevollen Lächeln: „Solange die Taler reichen, mein Engel, werde ich immer an deiner Seite sein!“ Trotz des humorvollen Untertons spürte man die Aufrichtigkeit seiner Worte.



Nach dem gegenseitigen Treueschwur führte Scarlett das Paar durch die Segnungen der Elemente. „Ich segne Euch mit dem heiligen Element Feuer,“ sprach sie, als ein Kessel mit Flammen entzündet wurde. „Möge das Feuer euch mit Stärke und Wandel segnen. Möge eure Liebe auch im Wandel beständig sein.“



Anschließend nahm sie eine Schale Wasser und fuhr fort: „Möge das Wasser euch Zugang zu euren verborgenen Gefühlen gewähren. Möge eure Intuition euch stets den rechten Weg weisen.“ Mit jedem Element verlieh Scarlett dem Paar eine weitere Kraft, bis schließlich die Luft, mit ihrer Klarheit und Weisheit, den Segen beschloss.



Die Zeremonie endete mit Scarletts Verkündung: „Mit dem Segen der Asen erkläre ich euch, Cosa und Butsch, zu Mann und Frau, solange ihr in Liebe zusammenlebt. So soll es sein!“



Die Gäste jubelten laut, und das Brautpaar besiegelte die Worte mit einem innigen Kuss. Der Brautstrauß, ein Strauß aus Hagebutten, wurde daraufhin in die Menge geworfen und fand seinen Weg in die Hände von Bea, was zu lautem Jubel und schelmischen Kommentaren führte.



Es war eine Zeremonie voller Emotionen, getragen von alten Bräuchen und aufrichtigen Worten. Noch lange hallten die Segensworte und Gelübde in meinen Gedanken nach, während die Feierlichkeiten in Tanz und Musik übergingen.


Montag, 27. Januar 2025

Das Geheimnis von YohShi

Treffen auf dem Marktplatz mit anschließendem Spaziergang nach Avalon

An einem kühlen Abend Anfang Mai fanden wir uns im Steinkreis von Avalon ein und ließen uns auf weichen Kissen nieder, bereit, den Worten unserer Gefährtin YohShi zu lauschen.

Jeder sucht sich einen Platz im Steinkreis

Es war ein besonderer Moment, denn sie offenbarte uns ein Geheimnis, das ihre wahre Natur enthüllte und uns alle in Staunen versetzte.

Yoh Shi erzählt ihre Geschichte

YohShi, die wir in Carima bisher in menschlicher Gestalt kannten, begann ihre Erzählung mit ruhiger Stimme: „Ich wurde als Katzenwesen geboren,“ erklärte sie, „doch ein schicksalhaftes Ereignis hat mein Leben für immer verändert.“

Alle lauschen gebannt

Sie berichtete, dass sie unter den Amazonen stets in ihrer Gestalt als Katzenmaid lebte, doch eines Tages ihr Leben auf eine Weise gerettet wurde, die alles veränderte.

YohShi und Anna

Nach einer selbstlosen Warnung vor einem drohenden Überfall hatte die Hoheit der Amazonen sie, schwer verletzt, zu einem fernen Berg gebracht. Dort lebten die Himmelsmeister – uralte Bewahrer von Wissen.

Susi, die Schamanin

Unter ihnen war Yoh, ein junger und unerfahrener Geist, der sich mit ihrem Körper verband, um sie vor dem Tod zu retten. Durch diese Verbindung wurden Shi und Yoh zu YohShi, zwei Seelen, die in einem Körper vereint leben.

Canidio, die Magierin

„Seit jenem Tag bin ich YohShi – Shi mit Yoh als meinem Herzen,“ fuhr sie fort. Die Verbindung verlieh ihr die Fähigkeit, menschliche Gestalt anzunehmen – eine Gabe, die sie nutzte, um Carima zu betreten. Diese Fähigkeit kostet sie jedoch Kraft und ist von begrenzter Dauer.


YohShi sprach auch von den Herausforderungen, die ihre Dualität mit sich bringt, und den dunklen Momenten, in denen Yoh von zerstörerischer Energie verführt wurde. Sie erzählte, wie sie dabei fast die Kontrolle verlor und sich und andere in Gefahr brachte.

Waldhüterin Blue und Luba, die Leuchtturmwärterin

Doch ihr Blick richtete sich in die Zukunft, als sie von ihrer Suche nach der Weißen Energie berichtete – einer Kraft des Lichts und der Reinheit, die sowohl sie als auch Yoh stärken könnte.

Sir Levi, Meister der Händlergilde

Diese Energie, so erklärte sie, sei der Schlüssel zu einer harmonischeren Verbindung zwischen ihnen.

SandyLee, Späherin der 7 Winde

Nach diesem Abend war uns klar, dass wir sie auf ihrem Weg unterstützen mussten.

Peter, der Schreiber

Gemeinsam planten wir, in absehbarer Zeit eine Geistreise zu unternehmen, um das Herz von YohShi besser zu verstehen und tiefer zu ergründen.


Doch werden wir die Antworten finden, die sie suchen? Und werden wir YohShi wirklich helfen können?


Ein ganz normaler Juni ... ( Juni 2023)

01. Juni - der Feuerkreis - OOC Am späten Abend saß ich mit den Gefährten am Feuer und wir ließen die Woche Revue passieren. Wir sprachen üb...