Dienstag, 5. Januar 2021

Ein Nachtrag zum Neujahrsempfang

Ja, der Neujahrsempfang und die Überraschung danach, waren für mich die reinste Freude! Den Stadtscheiber hatte wieder die Muse geküsst und die Wintermüdigkeit schien wie weggeblasen. 

Er hat es tatsächlich noch vor den Schneeglöckchen geschafft! Voller Elan veröffentlicht er einen Artikel nach dem anderen und gönnt mir damit auch mal eine Pause.

Jetzt kann ich mich voll und ganz auf das aktuelle Problem namens „Schlangental“ konzentrieren. Vor allem Mithrandir wird sich sehr freuen, wenn man bedenkt wie „überglücklich“ seine Reaktion beim ersten Mal war:

Mithrandir: *grunzt* Ich wünsche euch bei eurer Wanderung alles Gute. Viel Erfolg, ihr könnt es brauchen. Aber ich werde in dieses verfluchte Tal keinen noch so verrottenden Fuss von mir setzen!

» Der Bericht zum Neujahrsempfang kann man hier nachlesen «


Aber ein paar kleine Anekdoten über den Neujahrsempfang habe ich auch noch zu berichten. Die Ansprache der Herzogin war gut gewählt, der Statthalter war nicht ganz so knauserig beim Vorbereiten des Buffets und die Stimmung war ausgelassen.

Mir war nicht entgangen, dass Sir Primus einen kleinen Anraunzer von der Herzogin bekommen hatte. Seit er versucht hatte, mich an den Pranger zu stellen, hatte sein Ansehen in meinen Augen ziemlich gelitten und umso mehr war jede Kritik Musik in meinen Ohren.

Jil Cuttita wendet sich Primus zu: Stadthalter ist alles vorbereitet?
Primus Caproni nickt: Wie ihr es gewünscht habt, nur vom allerfeinsten.
Jil Cuttita nickt Primus zu und lacht leise: Wenn ich auf euren Wams sehe, habt Ihr euch wohl auch höchstselbst darum gekümmert.
Primus Caproni schaut verlegen zu Boden: Die sieht auch alles ... grml..


Eine ganze Menge Leute hatten sich an an diesem Abend eingefunden. Sogar die Drow waren erschienen. Sehr zum Leidwesen der Orkdame. Es flogen ein paar abschätzige Blicke herüber, aber soweit verhielten sich alle ruhig.


Der Schmied wurde auch etwas blass, als er Nargol erblickte und Prinz Lennard schaffte es noch gerade hechelnd auf den Podest bevor die Herzogin ihre Ansprache hielt. Die Anwesenden waren über die Worte ihrer Majestät hoch erfreut und ließen sie mehrfach hoch leben.

Bildquelle: Waldhüterin Blue

Als das Buffet eröffnet wurde, lieferten sich Primus und Blue noch ein kleines Wettrennen. Ich glaube, nach den ersten Minuten war vom Essen nicht mehr viel übrig geblieben. Zum Glück war ja noch reichlich Flüssigkeit da. Der Stadtschreiber hatte die Trinkgewohnheiten einiger Anwesender auch so schön kommentiert.

Bildquelle: Canidio, die Magierin

Der Admiral schwang sogar ein paar Mal das Bein und hüpfte wie Rumpelstilzchen ums Buffet. Nach ein paar weiteren Schluck gab er dann auch noch seine Dichtkunst zum besten.

Die Drow verschwanden jedenfalls schnell wieder. Wahrscheinlich hatten sie keine Lust darauf mit ein paar Menschen und einer Ork den Krug zu heben. Wie wir ja wissen, hatten sie was anderes vor ...


Nargol kam, während alle sich prächtig amüsierten, kurz auf mich zu:

Nargol Garona stupst Elyion an: "Wo habt eure Delikatessen wie gebratene Ratte?"
Elyion Arai: Ach.. so.. ja. Muss ich wohl noch welche fangen. Die haben sich über den Jahreswechsel etwas rar gemacht.
Jil Cuttita: Ach das muss nicht sein ^^
Nargol Garona zieht nen Flunsch "Schade wäre doch die Gelegenheit gewesen."


Elyion Arai: Ja, ich hatte da andere Sorgen als Ratten zu fangen. Aber ich verspreche Euch, ich bringe noch welche mit.
Nargol Garona: Wunderbar ich freue mich darauf die Köstlichkeiten probieren zu können.
Bluemoon Sweetrain schüttelt sich als sie was von Ratten hört.

Das Gesprächsthema unter den Anwesenden schwenkte dann schnell auf Käse um. Das war den Leuten eindeutig lieber, als über den Genuss von Rattenfleisch zu plaudern. Ich glaube einigen wurde schon bei der Vorstellung leicht übel ...

Bildquelle: Canidio

Im Laufe des Abends war plötzlich Sir Primus verschwunden und die Herzogin wunderte sich, wohin er sich wohl wieder Mal verkrümmelt hatte.

Jil Cuttita: Wo ist er eigentlich wieder hin verschwunden? Ich sah ihn doch eben noch an der Seite des neuen Hausmädchens ...
Canidio Arai zuckt leicht mit der schulter: Er war ging auf einmal hinaus
Bluemoon Sweetrain: Vielleicht hat er schon zuviel Schampus intus *kichert*
Canidio Arai grinst leicht: Auf leeren Magen ist das bestimmt schnell geschehen.
Jil Cuttita: Hoffentlich! Nicht, dass er der Maid an die Wäsche will ...
Bluemoon Sweetrain: Aber Hoheit ... *wird rot*
Canidio Arai: Ohoh.. das wäre nicht gut *kichert und stupst Ely leicht an*
Jil Cuttita: Na wir kennen ihn doch ... den ollen Schwerenöter ...


Nargol versuchte noch herauszufinden, wann der Prinz denn endlich zu einer Trainingsstunde im Lager erscheinen würde, aber der war anscheinend zu sehr in seinen Gedanken vertieft und bekam das gar nicht mit. Ich nahm mir vor, ihn etwas aus seinen Grübeleien zu reißen.

Man merkte, dass ihn irgendetwas beschäftigte und auch die Abwesenheit seiner Familie war mehr als ungewöhnlich. Irgendetwas war da im Busch und meine Erfahrung sagte mir, ich solle da doch etwas tiefer bohren. Das Gefasel von dem geheimnisvollen Besuch machte mich besonders stutzig.

 
Ein Schuss ins Blaue war die Behauptung mit dem Sorgenkind. Damit lag ich wohl goldrichtig. Genau dabei sperrte er die Lauscher auf und hakte nach. Doch als ich meine Verhörmethode verfeinern wollte, machte er sich schnell aus dem Staub, um mit der Herzogin über etwas sehr Wichtiges zu sprechen.

Mein Resümé aus diesem Gespräch: Irgendwas hat das Balg wohl wieder angestellt und ist nicht nach Hause gekommen.

--- OOC ON ---

Das war mein kleiner Angelhaken, um auch einen Einstieg in dieses RP zu finden.. oder die Vorlage, um mir ein paar Brocken hinzuwerfen. Ich kann ja verstehen, dass ich das IC nicht wissen kann, aber irgendwie muss ich das Geheimnis ja rauskitzeln und wenns mit einem direkten Schuss ins Blaue war. *zwinker* Es hatte auf jeden Fall IC Wirkung gezeigt. Siehe unten.

--- OOC OFF ---


Meine Nachfrage nach dem Wohlergehen der Prinzenfamilie stieß wohl auf reges Interesse.

Lennard vonLemond: Ich werde euch folgen ... bitte gebt mir zwei Min. im Kaminzimmer.
Benno Westmark: Ja un wos is do?
Nargol Garona: Er war schon den ganzen Abend so ruhig.
Elyion Arai: Ja Seltsam.
Nargol Garona sieht verwirrt in der Runde bis ihr Blick am Magierehepaar hängen bleibt "Wisst ihr was da los ist?"
Canidio Arai schüttelt den Kopf: nein wir wissen nicht was ist... wir wollten ihn ja gerade fragen
Elyion Arai zuckt mit den Schultern.
Nargol Garona versucht die Wortfetzen nochmals durchzugehen, die sie hörte.
Benno Westmark: *säuft den Krug leer und stellt ihn ab*
Nargol Garona: Hmmm....als ihr in nach seiner Gmahlin fragtet und dem Sohn ..........
Elyion Arai: Er war merkwürdig wie immer....


Benno beendete die Grübelei mit einem Abschied in die Runde und Nargol versprach ihm mal in seiner Schmiede vorbei zu schauen. Das war dann wie das Startsignal, um auch nach Hause zu gehen ...

Die neusten Neuigkeiten im neuen Jahr

Zum Glück sind wir alle gut ins neue Jahr gerutscht. Vielleicht hat sich der eine hier und da ein paar blaue Flecken am Hintern geholt, aber das wird schon wieder. Am besten mit dem nackten Allerwertesten in den Schnee setzen. Die Kälte lindert dabei den Schmerz und an Schnee mangelt es ja dieses Jahr sicher nicht ...

Anschauungsbeispiel

Nach dem Schneebad die blauen Flecken mit einer halben Zwiebel mehrmals täglich einreiben. Für den späteren Verlauf habe ich noch eine Salbe aus Arni­ka, Beinwell, Johannis­kraut, Königskerze und Ringel­blume parat. Aber das nur so am Rande.

Was gibt es Neues an der Nafreda Front?

Das Säbelrasseln geht natürlich mit dem Jahresbeginn in eine neue Runde. Diesmal war ich daran nicht beteiligt, sondern meine werte Gattin. Aber da flogen verbal ganz schön die Fetzen. 

Nafreda Nadal hebt die Augenbraue "Magierin, das ich nicht lache, Taschenspielerin trifft es wohl eher!"
Canidio Arai hebt leicht den Kopf, fast schon flüstert: Pfff und ihr seid in meinen Augen ein Gnom, Nafreda. 
Nafreda Nadal: Wenn Blicke töten könnten ... "Seht euch vor, sonst werdet ihr als meine persönliche rothe aufwachen"


Eine Prise Beleidigung, gewürzt mit ein paar Drohungen und tadaaa das Süppchen ist angerichtet ... „Rothe“ bedeutet übrigens Sklavin. Canidio giftete zurück, dass kein Bewohner Carimas jemals versklavt werden würde ...

Nafreda Nadal: Das werden wir noch sehen. Seid euch nie zu sicher!", mit Nachdruck sagt.
Canidio Arai: Ach ja... und wie wollt ihr dies machen... *knurrt leise* ich kann euch nur raten: Seid vorsichtig bei dem was ihr zu mir sagt!
Nafreda Nadal: Bah, ihr mit eurer Taschenspielermagie! Ihr habt mir nichts entgegenzusetzen und euer Gefährte schon gar nicht!


Lennard vonLemond bläst die Backen auf * NAFREDA !! ... Ihr seid aber kühn !! Unser Magier ein ... was ? Ein Taschenspieler?? *lacht gehässig * .... Das ist gewagt so eine Behauptung!!

Na, das war ja eine Überraschung! Der Prinz verteidigte mich! Canidio wurde bei diesem Angriff richtig wütend. Nafreda war nach wie vor der Ansicht, dass die Magie der Drow wesentlich mächtiger wäre und wir sie niemals stoppen könnten. Doch Canidio wand ein, dass sie alles Nötige unternehmen würde, um sie aufzuhalten. Die Ilharess gab noch zu verstehen, dass durch jedes Eingreifen die Bewohner Carimas sehr zu leiden hätten.

Canidio Arai sieht auf und schüttelt den Kopf: Lasst die Menschen aus dem Spiel! Wenn ihr euch mit uns messen wollt, kommt zu uns!
Nafreda Nadal: Eines Tages werde *sagt übertönt* ... den Ort bestimmen und dannnnn nurr dann werden wir uns messen!
Canidio Arai nickt leicht und sagt mit fester Stimme: So soll es sein, Nafreda... Seid euch sicher, wir werden euch dann nicht warten lassen!
Nafreda Nadal: *grinst süffisant, fast amüsiert, könnte man es sagen* Ihr werdet ein gutes Opfer für Loth abgeben.

Danach mischte der Prinz so richtig mit, verwechselte kurz die Spinnengottheit mit Moses und brachte Nafreda dabei ziemlich auf die Palme. Drei Kontrahenten lieferten sich ein hitziges Wortgefecht über Blasphemie. Eine wirklich explosive Situation, würde ich mal sagen. Da war mein Pilzsporen-Schießpulver nur ein Pups dagegen. Zum Glück wurden die Streiter irgendwann heiser und gaben dann auf ...

Inzwischen wurden die Drow in ganz Carima gesichtet, verbreiteten mit ihrer Anwesenheit Angst und Schrecken, waren aber nur auf der Suche nach irgendetwas.

» Näheres dazu, findet man hier «

An der Anlegestelle in Elwyne hatte sich seit dem Angriff der Drow, nichts mehr getan und die Spinnen harrten immer noch in ihrem vereisten Gefängnis aus. Das Geheimnis, wer das Eis heraufbeschworen hatte, war noch nicht gelüftet worden. Und die Suppenlieferanten ließen auch die Finger von den gefrorenen Viechern.

Die Elbenkönigin hatte inzwischen ihre Wachen verdoppelt und die Verteidigung an den Landesgrenzen verstärkt. Selbst die Waldhüterin kam nicht an den Wachen vorbei. Aber vielleicht hätte ich da noch einen Tipp für sie ...

Apropos Waldhüterin: Die Dame hatte auch eine neue Beschäftigung. Ich war darauf durch Zufall gestoßen. Ich war kürzlich mit meinem magischen Blick auf Spurensuche, als ich über Blues Lager und das hier vorfand: ...

Was gibt Neues aus der Levi-Nichneven Fraktion?

Das „Fang-den-Hut“-Spiel geht jetzt in die dritte Runde. Nichneven hatte das Steinportal mit einer roten Barriere versehen, darauf legte ich ein weiteres Schutzschild herum, worauf sie ihre Barriere mit Steinfraß modifizierte. Das war natürlich katastrophal! Ich erweiterte das Schild um einen Zeitverzögerungszauber. Das sollte helfen, bis wir durch das Portal treten würden.

Doch als ich kürzlich meine Runde drehte, prankte ein merkwürdiger grünlich-blauer Zuckerhut-Wirbel über dem Portal. Nichneven hatte erneut zugeschlagen.

 

Mit Canidio machte ich mich schnell auf den Weg, um das Werk der dunklen Lady näher zu untersuchen. 

Elyion Arai: Was hat Nichneven da bloß wieder ausgeheckt?!
Canidio Arai: Das frag ich mich auch.
Elyion Arai geht näher an die Barriere heran und probiert was aus ...
Canidio Arai folgt Elyion langsam: Sie ist unberechenbar geworden.

Verstaerkender Zauber: *ihr spürt das dieser Zauber alles verstärkt was unter ihn ist...  aber ihr bekommt irgenwie keinen Zugang zu ihm...*

Elyion Arai: Na so ein Mist ...
Canidio Arai zieht die Augenbrauen hoch: Das ist nicht gut.


Vielleicht raubte mir der Verzögerungszauber auch mehr die Kraft, als ich vermutet hatte. Ich hatte jedenfalls keinen Erfolg um die Barriere aufzulösen. Ich  überließ also Canidio das Feld ...

Canidio Arai schliesst kurz die Augen und lässt ihre Magie erwachen: Hoffentlich geht es ...
Verstaerkender Zauber: *...ihr tretet an den Zauber heran und bringt eure Hand dort hin. Worauf ihr eure komplette Wut an dem vermalledeiten Zauber auslasst und dieser mit einem Knall zerspringt...*

Überraschung, Überraschung: Puff, das Ding war weg! Jetzt mussten wir uns beeilen. Der Steinfraß war zwar jetzt wieder hundertfach verlangsamt, aber Nichneven könnte jederzeit wieder die Barriere aufbauen. Die Zersetzung war erheblich fortgeschritten und bereitete mir große Sorge.


Wir machten uns also gleich nach dem Beseitigen der Barriere auf den Weg zu Mithrandir, um ihm von unserem Erfolg zu berichten und dabei waren, die letzten Vorbereitungen für das gruselige Abenteuer zu treffen.

Mithrandir Drakonus: Seid gegrüsst, werte Lady Canidio. Seid gegrüßt, werter Sir Elyion. *flüstert dann ganz leise* ...sagt  Bescheid wenn ihr bereit seid!
Canidio Arai: Wir sind bereit... darum sind wir hergekommen.
Elyion Arai: Ich pack noch meinen Krempel zusammen und dann kanns ja bald los gehen.
Canidio Arai nickt leicht: Wir dürfen ja nichts vergessen.

Auf dem Heimweg passierte dann noch folgendes ...

Elyion Arai: Ich muss mir noch den Bart schneiden... *murmelt beiläufig*
Canidio Arai zieht beide Augenbrauen hoch und sieht zu Ely.
Elyion Arai wird sich ihres Blickes gewahr und mustert Canidio aus dem Augenwinkel: "Äh.. is was?"
Canidio Arai: Hmmmm.. was mir gerade einfällt... ich hab ein kleines Büschel Haare gefunden im Atelier.
Elyion Arai: Öh.. öhm.. ach das war nur ein Souvenir. Ist mir wohl aus meiner Erinnerungskapsel gefallen..
Canidio Arai: Ein Souvenir? Seltsam *holt das kleine Büschel aus der Rocktasche und wickel das Tuch auf* Es ist die gleiche Farbe wie dein Haar hat.
Elyion Arai sagt noch ernst zu Mithrandir: "Also... wir melden uns wenn wir alles vorbereitet haben. Ja?", ignoriert Cani kurz und sieht etwas schief auf das Tuch.

Ich tischte ihr irgendeine fadenscheine Ausrede auf, die halbwegs Hand und Fuß hatte. Leider kannte mich meine Frau besser als ich mich selbst und war sehr misstrauisch. Natürlich hatte sie gerochen, dass irgendwas im Busch war, aber ich konnte das Thema gerade noch so umschiffen. Das nächste Verhör würde sicherlich nicht lange auf sich warten lassen ...

Zum Schluss noch eine merkwürdige Sache aus den Avalon-Gefilden. Man meinte, dass die Drow und die Ork schon eine schreckliche Heimsuchung wären, aber jetzt hätte sich auch noch ein Höllentor aufgetan ...

Was das wohl zu bedeuten hat?

Freitag, 1. Januar 2021

„Frohes neues Jahr!“ und die Sylvesterfeier

 

So turbulent wie im alten Jahr, wird es auch sicher wieder im neuen Jahr - jedenfalls im Rollenspiel.
Man darf also gespannt sein.
Und natürlich nicht den Mut verlieren! 
 
In diesem Sinne also, wünsche ich allen:

Frohes neues Jahr!

Zur Sylvesterfeier haben auch einige Carimaner bis weit nach Mitternacht tapfer die Stellung gehalten und sich die Füße wund getanzt ...









Es gab um Mitternacht auch reichlich Feuerwerk ...






Die Misere um Sir Levi

Vielleicht kennt ja jemand das Rätsel: Was haben ein Rabe und ein Schreibtisch gemeinsam? Wo die einen meinen, dass es sich dabei einfach um zwei unvereinbare Sachen handelt, findet der andere doch immer eine Lösung. In diesem Fall ist es wohl, dass beide Federn tragen.

Aber da gibt es noch eine viel spannerende Frage: Was haben ein Labyrinth und Levi gemeinsam? Um darauf eine Antwort zu finden, muss ich etwas ausholen.

Es war eines der Abende nach Weihnachten, als ich wieder über meinen Büchern brütete. Die ganze Misere um Leviathan und Nichneven ließ mir immer noch die Haare zu Berge stehen. Ständig gab es neue Rätsel und ich war mit der Lösung keinen Deut näher.

Ein Haufen „Warums“ schwirrten mir im Kopf herum: Warum der Aufwand, den Leviathan trieb? Warum passierte das Ganze ausgerechnet in Avalon? Warum machen seine Helfershelfer so ein Geheimnis um die Sache? Und warum wollte Nichneven verhindern, dass Leviathan lebt?

Sir Levis Gehirnwindungen waren wirklich wie ein einziges Labyrinth. Was er sich in den Ecken seines Kopfes alles zurechtgelegt hatte, kam einer wahnwitzigen Schnitzeljagd durch einen Irrgarten gleich und immer wieder landete ich in einer Sackgasse.

Sollte ich es je schaffen, seinen Wunsch zu erfüllen, dann werde ich ihm jede Hecke seines Irrgartens mit Freude eigenhändig zurechtstutzen! Nächstes Mal soll er mir gefälligst eine klare Liste geben, die ich abarbeiten kann und nicht diesen Wust an Mysterien, die er mir immer wieder aufs Neue vor die Nase setzt!


Etwas frustriert wanderte ich in meinem Atelier auf und ab. Die bisherigen Brotkrummen brachten mich auch nicht weiter. Aber früher oder später würde ich schon noch hinter all diese Geheimskrämereien kommen.

Mir platzte fast der Kopf. Ich riß mich von meinem Schreibtisch los und eilte hinaus, um etwas frische Luft zu schnappen. Zum Glück war keiner mehr auf den Beinen. So konnte ich ungestört eine größere Runde drehen.

Der Mond stand hell über den Häusern und erleuchtete gut den Weg. Ich genoß die nächtlichen Geräusche der rauen See und das knirschende Wiegen der Bäume. Langsam machte ich mich auf den Rückweg, als mich plötzlich ein Windhauch striff und ein Schatten über mir lag.

Mir stockte kurz der Atem und instinktiv entflammte ich das Licht meines Stabes, in Erwartung von Nichneven angegriffen zu werden. Doch als ich hochschaute, sah ich nur in die verwitterte Visage Mithrandirs, der mich mit seinen gelben Augen anstarrte.

„Ach ihr seid es nur!“, knurrte ich die dunkle Gestalt vor mich an. Mithrandir hatte mich anscheinend gesucht, um mir irgendetwas mitzuteilen.

Mithrandir Drakonus: Welch seltsame Begrüßung? Ich habe euch gesehen bei meinem nächtlichen Streifzug. Ich dachte, ihr solltet wissen, dass dieses... ähm ja... Ding... Aura... Ach was weiß ich! *zornig meint* Das rote, komische Etwas! Hat sich unter eurem magischem Gebilde ausgebreitet! Es zerfrisst den Steinkreis.

Nachdem Nichneven die rote Barriere über dem Portal installiert hatte, hüllte ich wiederum den Steinkreis in ein Schutzschild ein, damit Nichneven keinen Zutritt zum Portal hatte. Ich hatte mir schon fast gedacht, dass sie bald irgendetwas Neues aushecken würde. Aber mit dem Zerstören der Steine hatte ich nicht gerechnet.



Durch den Mond im Rücken Mithrandirs sah ich nur seine gelben Augen, die irgendwie zu zittern schienen. „Gehabt Euch wohl!“, gab er noch knapp von sich und war darauf wieder verschwunden.

Ein leises Poltern folgte dem schnellen „Wusch“ seines „Sich-Entfernens“. Eine kleines Fläschchen war zu Boden gefallen. Ein Blick aufs Etikett und alles war klar: Schwertöl. Normalerweise würde niemand sowas mit sich herumtragen, es sei denn, er hätte dafür einen trifftigen Grund ...

Mit wem er da wohl eine Rechnung zu begleichen hatte? Die Anwort darauf war mir irgendwie schon klar ...

Am nächsten Tag nahm ich die Misere selbst in Augenschein. Mithrandir hatte nicht gelogen - von den Steinen war knapp nur noch die Hälfte übrig!

Ich handelte schnell, sprach einen Zauber, den ich normalerweise verabscheute. Es hatte sehr unangenehme Konsequenzen. Er verlangsamte zwar die Zerstörung des Portalsteins um ein Hundertfaches, aber mein Körper war damit auch dem entgegengesetzten zeitlichen Verlauf unterworfen. Und ich hatte es meiner besseren Hälfte noch nicht offenbart ...

Frühmorgens stand ich auf, schnipperte mir die Haare, was das Zeug hielt.... Mittags Bart stutzen... Abends erneut Haare schneiden und wieder Bart stutzen. Wie lange würde ich das wohl durchhalten?

Abends ging ich dann auf den Marktplatz und fand zu meiner Überraschung Mithrandir in geselliger Runde vor ...

Elyion Arai: Wie war die Jagd?
Mithrandir: Leider erfolglos *etwas mürrisch sagt*
Elyion Arai: Nach der Möwe oder nach was Größerem? *Kopf schief legt*
Mithrandir: Nach der Möwe. Der Rest kommt von alleine *lacht* Ich hätte sie euch gerne präsentiert.
Elyion Arai: Keine Sorge. Ich kriege sie schon noch in die Finger.
Mithrandir: Irgendeiner wird der Erste sein...

Da hatte ich also doch recht gehabt. Ich befürchte nur, Nichneven wird sich nicht so einfach fangen lassen. Wenn sogar Levi sich an ihr die Zähne ausgebissen hat?! 

Elyion Arai: Ihr habt nicht zufällig ein Mittelchen gegen ... Steinfrass? *grinst*
Mithrandir: *kratzt sich am Kinn* Hm Steinfrass, nein Steinfrass nicht, aber ich habe ein paar Phiolen mit Flüssigkeit. Da könnte was dabei sein.
Elyion Arai: Vielleicht ist es auch ätzende Möwensch... ähm Hinterlassenschaft, die dem Stein so zusetzt. *grinst*
Mithrandir: Man kann es ja mal probieren, wenn ihr wollt. 
Elyion Arai: Wäre einen Versuch wert ...

Mithrandir: Versprechen kann ich allerdings nichts. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Elyion Arai: Genau ... schließlich wartet auch noch ein Abenteuer auf uns ... *flüstert*
Mithrandir: *den Kopf kurz hängen lässt und murmelt* Ja, ich weiß.
Elyion Arai: Kopf hoch und mit Elan immer hin zur Gefahr! Ihr freut Euch sicher schon! *flüstert etwas hämisch*

Canidio Arai kommt langsam hinzu und hört erst einmal kurz zu.
Mithrandir: *etwas näher zu Ely hingeht und flüstert* Ich beiß euch gleich!
Elyion Arai dreht sich um und versucht schnell Canidio zu sich zu zerren.
Mithrandir: *schaut zur Seite* Seid gegrüßt, Lady Canidio. 
Canidio Arai zieht eine Augenbraue hoch und steht auf einmal neben Elyion.

Wir mussten auf alle Fälle bald handeln. Wer weiß, was Nichneven noch alles aushecken würde. Außerdem hatte ich wirklich keine Lust noch länger als Zottel herumzulaufen. 

Zum Glück war Mithrandirs Drohung nur ein Scherz. Schließlich trank so ein Hüne von Vampir nicht nur einen kleinen Schluck. Das wäre für mich nicht gut ausgegangen. Seine Hauptmahlzeit waren aber Tiere. Das fiel dann nicht so dramatisch auf. Man schob diese merkwürdigen Ereignisse meistens aif die Spinnen. 

Elyion Arai: Spart Euch die Energie für die schwarze Lady auf. Da dürft Ihr gern mal zubeißen. *flüstert*
Mithrandir: *flüstert zurück* Ich werde euch beim Wort nehmen.
Canidio Arai nickt heftig und sagt leise: Ja, die hat es auch verdient.



Mithrandir: *zu Elyion schaut* Ihr meldet euch, wenn Ihr soweit seid?
Elyion Arai: Ja, ich melde mich.

Ein ganz normaler Juni ... ( Juni 2023)

01. Juni - der Feuerkreis - OOC Am späten Abend saß ich mit den Gefährten am Feuer und wir ließen die Woche Revue passieren. Wir sprachen üb...