Freitag, 23. Juli 2021

Die Rabenfalle, ein Unbekanntes Flug-Objekt und die fallenden Sterne - Audienz vom 18. Juli

Bild von Canidio

Canidio war am letztem Sonntag wieder Auge und Ohr für mich. Mich hatte es derweil in andere Gefilde verschlagen und am Mittwoch war ich erfolgreich zurückgekehrt. Wie es erst schien, war die Sommerflaute noch nicht überstanden. Tja ..., ich war auf Reisen und der Prinz war auch verhindert ...

Jil Cuttita: Ich begrüße alle herzlich zur heutigen Audienz. Der werte Prinz lässt sich entschuldigen. Er hütet das Bett. 
Bluemoon Sweetrain: Ohhh ... 
Mithrandir Drakonus: *flüstert zu Cani* Was der alles hütet ...
Luna Ventus: Welch Ungemach. 
Canidio Arai zieht die Augenbrauen hoch und sieht grinsend zu Mithrandir, flüstert dann: Vielleicht hat er zu viel Wein getrunken. 
Jil Cuttita: Aber dank der Unterstützung der Kommandantin der Wache und dem werten Sir Primus werden wir die Audienz auch ohne den Prinzen halten können.

Bild von der Waldhüterin

Na, was auch immer der Grund sein mag, dass der Prinz unpässlich war, wünschen wir ihm gute Besserung. Blue, die Waldhüterin, machte wie üblich mit einer außergewöhnlichen Duftnote auf sich aufmerksam. Sir Primus konnte davon schon ein Liedchen singen. 

Bluemoon Sweetrain tritt vor und verströmt wie immer einen unwiderstehlichen Duft, den sie Sir Primus dezent zuwedelt.
Jil Cuttita: Nun es scheint Euer Privileg das erste Wort bei den Führsprechern zu haben. 
Luna Ventus: *wedelt mit der Hand vor ihrem Gesicht und hüstelt leise*
Bluemoon Sweetrain: Ich hab nichts angestellt! *sagt schnell*
Primus Caproni zieht verzückt die Luft durch die Nase. 
Canidio Arai hält die Luft an als Blue nach vorne tritt, um nach kurzer Zeit leicht wieder zu atmen.

Bild von Luba

Blues Düfte hatten glatt Waffenpotential. Der halbe Saal wurde jedes Mal fast ohnmächtig. Nur der Statthalter und der Prinz waren unerklärlicherweise resistent dagegen. Vermutlich hatte die Attraktivität der Jungfer etwas damit zu tun. Das wäre mal ein interessantes Forschungsprojekt. *zwinkert*

Bluemoon Sweetrain: Ich habe einen großen Käfig ...äh....organisiert um den großen Raben endlich zu fangen! *zeigt auf den Käfig*
Jil Cuttita: Ohhh! *schaut zu dem eindrucksvollen Gebilde* Ich habe mich schon gefragt für wen der ist. *schaut zu Primus und kann sich das Lachen kaum verkneifen*
Primus Caproni: Wie?

Bild von Canidio

Die Waldhüterin hatte ihr Ansinnen also noch nicht aufgegeben. Sie schien den Raben vor kurzem erneut gesehen zu haben und sein teuflisches Lachen war wohl unverkennbar. 

Canidio Arai kurz zum Käfig sieht und flüstert: Ist der nicht ein wenig zu groß für einen Raben?
Mithrandir Drakonus: *zu Cani äugt und flüstert* Na hoffentlich fängt der Rabe nicht sie...? Ich seh es kommen, dass statt dem Raben die Waldhüterin drinstitzt... *grinst etwas*
Canidio Arai horcht auf leise sagt: Könnte es die kleine Göre wieder sein?
Mithrandir Drakonus: *zuckt mit den Achseln und meint leise* Sie kann hier überall sein.

Bild von Canidio

Damit hatte Mithrandir eindeutig recht. Ich würde glatt eine Wette darauf abschließen, dass die Jungfer am Ende im Käfig sitzt!

Bluemoon Sweetrain: Aber den kriegen wir, ich brauche nur einen Köder *schielt zu Primus*
Primus Caproni schaut bewusst in die Luft.
Jil Cuttita: Einen Köder? Was schwebt Euch da vor?
Bluemoon Sweetrain: Hmmmm vielleicht einen singenden Schwan? Wenn der Rabe reinfliegt, muss Sir Primus nur schnell die Tür zumachen.
Jil Cuttita: Ein singender Schwan? *schaut ratlos* Ich kann Euch nicht folgen, Jungfer. Erklärt es mir bitte nochmal.
Bluemoon Sweetrain: Am See gibt es Singschwäne. Vielleicht lockt ihn das besonders an? Na ja, vielleicht kann ich auch selbst singen.
Jil Cuttita: Mhhh *bekommt eine tiefe Sorgenfalte auf der Stirn* Also nun ja Jungfer, ich will Euch nicht vorweg entmutigen, aber ich fürchte den letzten Plan würde ich hinten anstellen.

Bild von Jungfer Blue

Singschwäne? Und dann noch selber singen? Die Sache wurde immer verrückter. Anna setzte dem ganzen noch die Krone auf ...

Anna Carlberg: Oder vielleicht zusammen mit Sir Primus singen eine Duo?
Bluemoon Sweetrain: Gute Idee, Anna! *strahlt*
Anna Carlberg: Ja, ich habe gute Ideen *lacht zu Blue und zu Sir Primus*
Primus Caproni schaut zu Anna und versucht ihr mit unauffälligen Gesten mitzuteilen, sie möge die Klappe halten.
Bluemoon Sweetrain: Sir Primus, wenn Ihr mal Zeit habt,  dann üben wir zusammen.
Primus Caproni: Aber unbedingt, Jungfer ...
Anna Carlberg schaut gar nicht mehr in Sir Primus Richtung.

Bild von der Leuchtturmwärterin

Das Thema wurde zum Glück nicht weiter vertieft und man wechselte zu einer Depesche von der Herrin des dunklen Schlosses. 

Jil Cuttita: Ihre Wachen haben ein seltsames Objekt gesichtet, das qualmend mitten über dem offenen Meer schwebt. Ein Korb der scheinbar getragen wird von einer Kugel aus Stoff. 

Offenbar war Lady Laisa nicht sehr beglückt über das merkwürdige Ding in der Nähe des Schlosses und wünschte das unverzügliche Entfernen. Vielleicht sah sie in dieser Erfindung sogar eine Bedrohung. Wer weiß das schon ... ?

Bild von Luba

Jil Cuttita: Ist es Euch denn möglich dieses Ding wieder einzufangen?
Bluemoon Sweetrain: Der Wind muss drehen, dann kommt er wieder zurück.
Jil Cuttita: Wenn es nicht anders geht, bittet Kaptän Hubert um Hilfe. Mit seinem Schiff kann er das Land umrunden und von dort vielleicht diesen Ballon einholen? Aber Ihr müsst Euch eilen. Der Seeweg ist weit. Ich möchte keinen Konflikt mit der Hüterin des dunklen Schlosses. Daher bitte ich Euch diesen Ballon, so schnell es geht, einzufangen.
Bluemoon Sweetrain: Ja, das machen wir Hoheit.

Bild von Canidio

Zum Schluss bat die Herzogin die Leuchtturmwärterin noch vors Podest. 

Luba vomTurm: Was kann ich für Euch tun, Hoheit?
Jil Cuttita: Ihr habt so großes Wissen über die Sterne am Firmament und ich wollte Euch fragen, ob Ihr uns sagen könnt ob wir auch in diesem Sommer mit Sternschnuppen rechnen können?
Luba vomTurm: Bestimmt Hoheit, auch dieses Jahr wird es sicher wieder fallende Sterne geben ... aber es dauert noch ein wenig.
Jil Cuttita: Vielleicht könnt Ihr uns bei einer der nächsten Audienzen berichten, wann die Sternschnuppen Nächte kommen?
Luba vomTurm: Wir rechnen mit den fallenden Sternen aus dem Sternenbild des Perseus um den 12. Tag des Monats Augustus.

Bild von Canidio

Hier mal eine Übersicht:

Sternschnuppen-StromZeitraum für SternschnuppenMaximum der Sternschnuppen
Piscis Austriniden15. Juli bis 10. AugustMaximum um den 27. Juli
Südliche Delta-Aquariiden  
12. Juli bis 23. AugustMaximum um den 29. Juli
Alpha-Capricorniden3. Juli bis 15. AugustMaximum um den 29. Juli
Perseiden17. Juli bis 24. AugustMaximum um den 12. August
Kappa-Cygniden3. August bis 25. AugustMaximum um den 17. August

Sternschnuppen Piscis Austriniden: Radiant im Sternbild „südlicher Fisch“, nahe des Sterns Formalhaut.
Südliche Delta-Aquariiden: der Radiant der Sternschnuppen liegt im Sternbild Wassermann.
Alpha-Capricorniden: der Radiant der Sternschnuppen liegt im Sternbild Steinbock.
Perseiden: der Radiant der Sternschnuppen liegt im Sternbild Perseus.
Kappa-Cygniden: der Radiant der Sternschnuppen liegt etwas nördlich des Sterns Kappa-Cyngi.

Bild von Canidio



Samstag, 10. Juli 2021

Blogpause vom 11. Juli bis 21. Juli

 Blogpause!

Ich bin vom 11. Juli bis 21. Juli auf Reisen!


Das Fluggerät auf dem Dach



Die Sache mit den Unglücksfällen am Sonntag schien sich nun auch auf die Tage unter der Woche auszuweiten. Schon wieder war ein betrunkener Mann von einem Baum gefallen, weil er der festen Überzeugung war, fliegen zu können. 

Seit einiger Zeit hörte ich immer wieder mal hinter vorgehaltener Hand die Phrase „Befrei den Geist!“. Ich hatte inzwischen herausgefunden, dass eine zwielichtige Gruppierung namens „Bare Bones“ ein gefährliches Getränk unter die Leute brachte.

Nach Genuß der heiklen Flüssigkeit fühlten sich die Betroffenen unbesiegbar und litten unter unvorhersehbaren Sinnestäuschungen. Bei eingehender Untersuchung des Flascheninhalts fand ich heraus, dass es sich dabei um einen Branntwein aus halluzinogenen Pflanzen handelte. Ich werde überall eine Warnung in Umlauf bringen, damit sich die Vorfälle nicht weiter häufen.

Der nächste Unglücksfall bahnte sich dann am Mittwoch im Schloßhof an. Canidio und Anna eilten zu Primus und Blue, die im Begriff waren wieder etwas auszuhecken.

Primus Caproni steigt Stufen nach oben und klettert dann vorsichtig wieder nach unten.
Anna Carlberg: Was passiert hier?
Bluemoon Sweetrain flüstert: ist der Heiler da Cani? *zeigt auf Primus* Sir Primus will den Drachen runterholen. Ich hole schnell Heu aus dem Stall ....
Primus Caproni: Ich muss meinen Flugdrachen da oben runterholen! Sonst bekomme ich Ärger mit der Herzogin.

Bild von Canidio

Canidio war ja auch Heilerin. Somit konnte auch sie den Statthalter wieder zusammenflicken, wenn es notwendig war. Anna hielt Primus schon für zu alt, um die Leiter hinaufzukrachseln. Außerdem hatte der gute Mann ziemlich Angst davor. Im Grunde konnte Canidio auch per Magie den Drachen runterholen, aber so leicht sollte man es dem Geizkragen nicht machen. Also begann das feilschen ...

Primus Caproni: Jungfer, ich zahle Euch 3 Taler, wenn Ihr da hoch klettert! 3 Silber Taler? *schaut zur Jungfer*
Bluemoon Sweetrain: Ich bin nur eine arme schwache Frau ...  3 Goldtaler, da fange ich an zu überlegen *grinst*
Primus Caproni: Aber vor allem seit Ihr nicht so schwer ... Wie bitte?! Goldtaler? Ich bin doch nicht Krösus! Ihr wollt mich wohl in den Schuldturm treiben!
Bluemoon Sweetrain: Dann müsst Ihr halt selbst nach oben.
Primus Caproni schaut leidend zu Blue: Ich könnte es Euch auch befehlen!
Bluemoon Sweetrain: Ich bin Waldhüterin und kein Kletteraffe *brummt*

Primus Caproni: Jungfer, ich bitte Euch! Sagen wir 4 Silbertaler?
Bluemoon Sweetrain: Und jeden Tag ein freies Essen in der Küche?
Primus Caproni: Jetzt übertreibt Ihr aber!
Bluemoon Sweetrain: Wo ich doch so abgemagert bin. *zieht den Bauch ein*
Primus Caproni: Ja das sieht man ...

Anna zitierte aus dem Gesundheits- und Sicherheitsgesetzbuch, dass erst eine Überprüfung der Leiter stattfinden müsse, bevor sich Blue die Leiter hinauf wagte. Sie hatte wahrlich auch keine Lust dazu. Primus stichelte dann etwas ...

Bild von Canidio

Primus Caproni: Der Knecht sagte mir, die Leiter sei gebrochen, als Ihr das letzte Mal darauf gestiegen seid ...
Bluemoon Sweetrain flüstert: Ihr kauft ja auch immer das minderwertigste Holz!

Die Waldhüterin schlug sich auf Annas Seite und bestand auf eine Überprüfung der Leiter. Man wollte erst die Bücher konsultieren, um ganz sicher zu gehen. 

Primus Caproni: 5 Silbertaler und 3 Kreuzer *klimpert mit einem Lederbeutel vor Blues hin und her*
Bluemoon Sweetrain: Hmmmm das hört sich besser an, Sir Primus und eine neue stabile Leiter. 
Canidio Arai wartet gespannt ab, was daraus wird.

Bild von Canidio

Vorsichtig stieg die Jungfer die Sprossen hinauf, als es plötzlich laut krachte ... 

Canidio Arai: Ohhh.. das hört sich nicht gut an
Primus Caproni: Ohh, ohh *springt nach vorne, um die Jungfer aufzufangen*
Bluemoon Sweetrain landet in Primus Armen: Aua, seht Ihr? Eine Sprosse ist schon gebrochen!
Primus Caproni: Ich sagte ja, Ihr braucht nicht mehr Essen. *fängt die Jungfer auf und stellt sie vorsichitg wieder auf die Beine*
Bluemoon Sweetrain: Jetzt bekomme ich 2 Taler Schmerzensgeld *hält die Hand auf*
Primus Caproni seufzt: Hier nehmt *gibt der Jungfer den Lederbeutel*
Bluemoon Sweetrain: Danke *steckt schnell das Geld ein*

Die Frage ist jetzt: Ob Blue für Primus schlechten Scherz oder für den Sturz Schmerzensgeld haben wollte oder vielleicht sogar für beides?^

Primus Caproni: Ich glaube, das mit der Leiter wird nicht zum Ziel führen. Wir brauchen wohl doch so ein Fliegding.
Anna Carlberg: Der Ballon von Blue! Aber den müssen wir erst suchen. Blue hat zu mir gesagt: Probier mal und dann bin ich mit diesem Ballon ins Wasser gefallen.
Primus Caproni: Ach?
Bluemoon Sweetrain: Ja Anna, der erste Probeflug war nicht hoch, aber weit *grinst*


Wie es aussah, war der Ballon nach dem Sturz ins Wasser vom Winde verweht und ward nicht mehr gesehen. Ob die Jungfer ihn nochmal wiederfinden würde? Tja, bei stürmischem Wetter sollte man auch keine Flugübungen machen. Das weiß sogar jeder Jungvogel. *grinst*

Bild von Luba

Primus Caproni: Vielleicht sollten wir es doch mit dem Schleuderbrett versuchen?

Blue machte sich danach auf den Heimweg und ich erschien auf der Bildfläche. 

Bluemoon Sweetrain: Ich werde mal weiter nach dem Ballon suchen. Das Heu lasse ich liegen für alle Fälle *grinst*
Primus Caproni: Hoffentlich findet Ihr den Ballon. 

Sie hatte den Ballon anscheinend gegen ein Fass ihres Rums getauscht. Doch nun war er ja leider weg. Also musste eine Alternative her  ...

Elyion Arai: Ich könnte es ja nochmal mit einem Zauber versuchen. Vielleicht mit Hörner und ein paar Flügel? *grinst* Aber die bleiben dann leider für zwei Wochen. *witzelt*
Primus Caproni: Besser nicht Magus!

Elyion Arai: Na, Ihr habt das Ding da abgeladen, Ihr holt es runter und ich flick Euch wieder zusammen. Das passt schon.
Primus Caproni: Aber ich könnte vielleicht doch noch erwägen, Euch mit Lubas Kanone nach dort oben zu schießen.
Elyion Arai: Ach das mit der Kanone überlasse ich lieber den Leuten mit Flugerfahrung. *bissigen Blick zu Primus*
Primus Caproni: Eine interessante Erfindung kann ich Euch sagen.

Den Seitenhieb von Primus hatte ich fast schon erwartet. Während wir so gegeneinander stichelten, brach die Leiter plötzlich komplett in sich zusammen!

Primus Caproni stöhnt: Gut das ich nicht da rauf gestiegen bin!
Canidio Arai: Oha.. da hattet Ihr sehr großes Glück, Sir Primus!
Elyion Arai beäugt mit Sorgenfalten die kaputte Leiter.
Anna Carlberg: Oh oh! Das sieht nicht gut aus!


Primus war ganz glücklich, dass er wegen dem Ausfall der Audienz noch etwas Zeit hatte, um das Flugvehicle vom Turm zu holen. Die Herzogin saß ihm schließlich deswegen im Nacken. Canidio wollte für ihn ein gutes Wort einlegen. Aber ob das wirklich half?

Primus Caproni: Nun denn, ich werde mir nochmal Gedanken machen, wie ich ein Schleuderbrett bauen kann. Da stellen wir die Jungfer drauf und dann ... lassen wir sie hoch fliegen!
Canidio Arai kichert leise: Wollt Ihr das den wirklich machen, werter Sir Primus?
Primus Caproni: Wenn ich die Jungfer dazu überreden kann, ja. Aber ich habe noch Zweifel, ob sie so du.. ich meine so nett ist das zu wagen.


Mit ein paar Goldmünzen ließe sie sicher dazu überreden. Aber ich bezweifle, dass der Statthalter so ein Sümmchen freiwillig bezahlt. Am Ende muss er dann selber wieder ran ...

Elyion Arai: Alternativ könnt Ihr ja einen Widerhaken an einem Seil hochschleudern und mit ein paar starken Mann dann runterzerren. Aber das würde wohl auch das Dach beschädigen ... Vielleicht schlagt Ihr mal unter "Balliste" in einem der alten Bücher nach. Das wäre auch was für größere Harpunen. Gut gezielt würde das Ding da oben auch von allein runterpurzeln.
Canidio Arai murmelt zu Elyion: Ich könnt doch einen kleinen Sturm aufkommen lassen, welcher den Drachen herrunterwirft?!


Elyion Arai: Oder ein Feuerball? Das röstet das Ding weg und färbt nur die Dachschindeln etwas schwarz. *grinst*
Primus Caproni: Magus Magus Magus ... alles was Ihr unterbreitet, hat irgendwie den schalen Beigeschmak das halbe Schlossdach zu zerstören!

Ich überließ Primus gern das Feld. Man musste ja nicht alles mit Magie lösen und wie ich am nächsten Abend hörte, hatte der Statthalter die Idee mit der Wippe tatsächlich ausprobiert. Aber da war er leider nur gegen die Mauer geklatscht. Ich werde ihm einen Tee aus Weidenrinde mitgeben. Das dürfte gegen die Kopfschmerzen helfen ...

Bild von Luba



Donnerstag, 8. Juli 2021

Die „gefu(e)tterte“ Katze, der Riesenrabe, Ohrenverstopfung und ein Blick in die Sterne - Audienz vom 4. Juli

Der Herold tut kund: Ihre Hoheit die Herzogin zu Carima bittet am Tage des Herren zur Audienz ins Schloss zu Hills. Beginn ist zwischen der achten und neunten Stund am Abend. Ein Jeder ist eingeladen und kann dort sein Anliegen vorbringen oder einfach nur das neueste aus dem Lande erfahren.

gez.
Primus
Verwalter zu Carima

Bild von Canidio

Leider hatte ich nicht das Vergnügen, an der Audienz teilzunehmen. Aber zu meinem Glück war Canidio dort anwesend und konnte mir wieder detailliert berichten, was alles passiert war. Laut ihrer Nase war der Saal mit einem süsslichen Duft (le rêve de blanche neige) erfüllt, den die Waldhüterin wieder mit sich herumtrug. An diesem Sonntag waren es leider nur wenige Leute, die in den Genuß dieses Parfums kamen.

Jil Cuttita: Guten Abend werte Bürger von Carima, ich begrüße heute auch herzlichst Ihre Hoheit Elosina, Königin des edlen Volkes der Elben. Es lässt sich nicht leugnen, der Sommer hält Einzug in unser Land und wie in jedem Jahr schmälert dies die Zahl der Häupter, die sich zur Audienz aufmachen. Aber ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass nicht der Zahl der Häupter über das Gelingen einer Audienz entscheidet sondern, dass es an uns ist das Beste daraus zu machen und ich weiss wir bekommen das hin.

Lennard vonLemond: Das Brot und die Spiele, Hoheit, ... tun auch etwas um das Volk unterhalten und fernzuhalten.

Davon konnte ich allerdings auch ein Liedchen singen. Irgendwie scheint der Sommer eine Art Ausnahmezustand zu sein. Immer wieder kommt es vor, dass genau am Sonntag die meisten Unfälle passieren.

Da war wieder so ein Unglücksvogel, der tatsächlich versucht hatte, vom Krähennest ins Wasser zu hüpfen. Dabei war er mit dem Fuß in einem Seil hängengeblieben und fiel mit Wucht nach unten. Zum Glück hatte ihn ein Seil festgehalten und er hat sich nicht das Genick gebrochen. Aber er musste leider Bekanntschaft mit dem Hauptmast machen. Dieser war von der Umarmung nicht so angetan und verpasste dem Springer auch noch eine deftige Kopfnuss. Der Matrose kam mit ein paar Prellungen und einer Gehirnerschütterung noch mal davon. Ich hoffe, er hat in Zukunft daraus gelernt.

Wie dem auch sei, kommen wir zur Audienz zurück ... Die Waldhüterin war wie zu erwarten die Erste vor den Hoheiten und hatte wieder eine hochbrisante Banalität zu berichten.

Bildquelle: Blue, die Waldhüterin

Bluemoon Sweetrain: Ich habe eben gerade die Katze der Elbenhoheit gefuttert, wie Hoheit Elosina mir aufgetragen hat und ...
Elosina Mandaniel: Das ist sehr nett von Euch.
Jil Cuttita: Oh meine Schloßkatze... wei schön weilt sie immer noch im Elbenreich? Dann scheint sie sich ja wohl zu fühlen.
Bluemoon Sweetrain: (( der Tippfehler eben war natürlich keine Absicht, wer findet den Fehler? ;) ))
Lennard vonLemond: (( puuuh Jungfer .... ich seh keinen ^ ))
Bluemoon Sweetrain: (( gefÜttert, nicht gefuttert hahah ))
Elosina Mandaniel: ((  .. rüberschiiebt))
Lennard vonLemond: (( ausser dem Ü lool))
Jil Cuttita: ((lol))

Wie ein falsch ausgesprochener Buchstabe doch solch Verwirrung stiften kann ... Wobei ich der Jungfer glatt zutrauen würde, dass sie vor kulinarischen Exoten auch nicht Halt machen würde. Doch auf Anweisung der vegetarischen Elbenkönigin? Das wär wohl doch eine Schippe zu viel.

Dem Kater ging es also gut. Kürzlich hatte ich ihn sogar selbst getroffen. Als ich ihm ein bisschen Trockenfleisch angebot, hat er leider nur die Nase darüber gerümpft und sich vom Acker gemacht. Sir Saki mochte wohl nur Fisch von der Waldhüterin.


Die gute Blue kümmerte sich aber auch rührend um den kleinen Botschafter. Dafür bekam sie sogar einen Silberling zusätzlich ausbezahlt - sehr zum Unmut des Schatzmeisters versteht sich. Die Jungfer grinste dafür bis über beide Ohren.

Was gab es sonst noch für Neuigkeiten? Jaa ... endlich hatte die Waldhüterin ihren Beweis, dass ein Riesenrabe ihren Hut geklaut hatte. Die Anwesenden waren wohl sichtlich überrascht.

Bluemoon Sweetrain: .....auf dem Rückweg hat mir ein Junge eine Rabenfeder gebracht *zeigt sie vor* Er hat sie in der Nähe des Schlosses gefunden.
Jil Cuttita: Die Feder eines Rabenvogels? Sieh an, sieh an.
Lennard vonLemond: Rabenfeder? Seid Ihr sicher, Jungfer?
Bluemoon Sweetrain: Ja, aber eine sehr grosse! Ja schaut selbst!

Bild von Canidio

Lennard vonLemond: Das muss ja ein Riesenrabe sein!
Jil Cuttita: Die ist ja groß wie die eines Pfaus!  Könnte das dieser eien Rabe sein?
Bluemoon Sweetrain: Ja, glaubt Ihr mir jetzt die Geschichte von dem riesigen Raben?
Lennard vonLemond: grummelt * ganz schlechtes Vorzeichen sowas .... Rabenvögel .... bringen selten etwas gutes ...
Jil Cuttita: Wenn der wirklich so groß ist? Und dieser ganz sicher nicht.

Die Tatsache, dass die Feder in der Nähe des Schlosses gefunden worden war, machte die Hoheiten hellhörig. Laut Aussage der Waldhüterin würden Raben glatt alles fressen und wären berüchtigt dafür, den Leuten ihren Schmuck zu stehlen. Die Frage war natürlich: Was frisst so ein Riesenrabe - Mäuse, Ratten oder vielleicht sogar Katzen?

Bluemoon Sweetrain: Ich werde eine Falle bauen und den Raben fangen!
Lennard vonLemond: Sehr gut !! Wir bauen eine Falle. Das wird das Beste sein und dieser Riesenrabe, der tappt bestimmt hinein!

Jil Cuttita: OH! Wenn der Rabe wirklich so groß ist, wird das dann nicht gefährlich für Euch?
Bluemoon Sweetrain: Nein, Anna und Luba werden mir sicher helfen und einen großen Köder finde ich auch noch *schielt Primus an*
Primus Caproni: Wieso schaut Ihr mich so an Jungfer?
Bluemoon Sweetrain: Och ... nix
Primus Caproni: Tzz tzz

Man diskutiere also darüber, was den Raben wohl am meisten ansprechen würde: Etwas Glitzerndes oder eher ein Stück Fleisch? Am Ende war man sich darüber einig, eine geschlachtete Gans zu nehmen und falls es der Waldhüterin gelänge, den Raben zu fangen, würde ihr eine ordentliche Belohnung winken.

Zum Schluss hatte die Jungfer noch eine Beobachtung am Hafen zu vermelden. Neugierig wie die Hoheiten waren, hakten sie nach, um was es sich dabei handeln könnte. Aber es war diemal kein roter Nebel oder ein wütender Seedrache ...

Bild von Blue

Bluemoon Sweetrain: Immer wenn ich zum Hafen komme, stopfen sich die Leute immer Möhren und anderes in die Ohren, ist das eine neue Mode? Fragen kann ich sie nicht, weil sie ja nichts hören.
Lennard vonLemond hält schnell die Hand vors Gesicht: Jungfer ... seht das nicht so ernst .... es liegt wohl daran ... dass ..... *bricht schnell ab *
Canidio Arai hört aufmerksam zu und muss grinsen.
Primus Caproni lacht schallend.
Jil Cuttita stutzt: Ich glaube, dafür gibt es möglicherweise eine Erklärung *schaut zu Blue* Ich weiß nur nicht, ob Euch diese gefallen wird?

Bluemoon Sweetrain: Ach....ich werde das schon raus bekommen *winkt ab*
Anna Carlberg: Das tun die Leute bestimmt wegen all dem Lärm, der am Hafen ist.
Jil Cuttita nickt und atmet erleichtert auf: JA, das wird es wohl sein.

Bild von Canidio

Irgendwie war das aber auch gemein. Jeder wusste darüber Bescheid, nur die Jungfer nicht. Ob sie noch ihr Konzert am Hafen halten wird, wenn sie die Wahrheit erfährt? Canidio hatte da noch ein paar Flüsterworte aufgeschnappt:

Jil Cuttita leise zu Lennard: Das ging ja gerade nochmal gut.
Lennard vonLemond hüstelt, um das Lachen zu verdrängen: Man sollte sie schonen ... sie tut sehr viel für Carima ... *flüstert*
Jil Cuttita leise zu Lennard: Die Jungfer ist schon sehr rührig.
Lennard vonLemond: ... und rührend .... *bestätigt leise*

Zu guter Letzt kam noch die Leuchtturmwärterin vors Podest und hatte auch ein paar Neuigkeiten im Gepäck ...

Luba vomTurm: Hoheit, ich möchte euch über den aktuellen Stand der Gestirne unterrichten *baut wieder umständlich ihre Staffelei auf*
Lennard vonLemond: Ja ... genau das wollten wir sehen !!! Die Sterne und ihre Prophezeihungen !
Jil Cuttita: Oh sehr aufregend ...
Luba vomTurm: Zur Zeit sehen sehen wir zwei Gestirne: den Jupiter im Sternenbild des Wassermann und den Saturn im Sternenbild des Steinbock. Beobachten könnt Ihr sie gegen die 4. Stunde, wenn Ihr dorthin schaut, wo die Sonne am Mittag steht.

Bild von Blue

So richtig konnten die Hoheiten mit den Informationen nichts anfangen. Wahrscheinlich erwarteten sie von Luba einen sensationellen Bericht ala der Weihnachtsstern ist schon im Sommer gesichtet worden, oder sowas Ähnliches ... Aber nicht, dass zwei Planeten gerade gut sichtbar am Nachthimmel zu bewundern sind.

Lennard vonLemond: Ahhh der Jupiter !! Jetzt seh ich ihn auch ... und was soll uns das sagen, beste Luba?
Luba vomTurm: Das zeigt uns mal wieder, das wir nicht allein im Universum sind, Sir Lennard.
Lennard vonLemond: Wer ist denn noch so alles da? Spielt Ihr jetzt auf den Riesenraben an?
Anna Carlberg: Naja der Wassermann ist da wie Luba sagt.

Naja, einen Raben gab es auch als Sternbild. Aber der hatte nichts mit dem Hütedieb zu tun.

Jil Cuttita stutzt: Des Wassermanns? Sind wir nicht gerade im Zeichen des Krebses ?
Luba vomTurm: Das ist wohl wahr, Hoheit, aber diese beiden Gestirne befinden sich eben in anderen Sternenbildern.
Bluemoon Sweetrain versteht gar nichts, nickt aber beeindruckt.
Jil Cuttita: Ah ... *tut so als habe sie das verstanden*
Lennard vonLemond macht auch so als ob: Sehr beeindruckend Luba!
Luba vomTurm hat irgendwie das Gefühl, unverstanden zu sein: Danke Sir.

Bild von Jungfer Blue

Um Luba mal unter die Arme zu greifen: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um mit einem Fernrohr den Jupiter samt vier seiner Monde zu sehen! (OOC: 8-fache Vergrößerung - einfacher Feldstecher) Dafür lohnt sich tatsächlich ein Besuch auf den Leuchtturm! So kann man mit eigenen Augen mal den Unterschied zwischen einem Planeten und einem Stern beobachten. Selbst der Saturn ist ein lohnendes Beobachtungsziel. Man kann ansatzweise die Ausbuchtungen der Ringe bewundern.

Jil Cuttita: Und das alles könnt Ihr von Eurem Leuchtturm aus sehen Luba?
Luba vomTurm: Ja, Hoheit, so ein Leuchtturm ist ein hervorragender Beobachtungsstandort.
Jil Cuttita: Das ist in der Tat äußerst spannend.


Aber es gibt noch etwas Besonderes von Mitte Juli bis Mitte August: Da tauchen die Sternschnuppen des Aquariidenstromes auf. Den Blick sollte man da auch auf das Sternbild Wassermann gerichtet halten. Das Maximum ist dann am 28. Juli in den Stunden nach Mitternacht zu erwarten. Zwar sind es dann nur 20 bis 25 Sternschnuppen pro Stunde, aber immerhin. Das heißt man sieht nur alle fünf bis zehn Minuten einen Aquariiden-Meteor.

Bild von der Jungfer

Der Prinz hatte mal wieder anderes im Kopf und wollte von Luba gleich eine Zukunftsprognose hören. Dabei hatte die Gute schon zum x-ten Mal erklärt, dass sie keine Astrologin ist.

Lennard vonLemond: Aber was mich brennend interessieren würde ... Kann man denn irgendwelche Vorhersagen machen, was das Wohl oder Wehe von Carima betrifft? Oder ableiten? Ich meine Wassermann ... deutet das nicht auf eine Sturmflut hin?

Seit jeher ziehen die Planeten und Sterne mathematisch genau ihre Bahn in einem sich fast endlos bewegenden Kreislauf. Genauso gut könnte ich in meinen Popeln die Zukunft lesen ... Aber der Wunsch, das Unbekannte zu erfahren, hat wohl so seinen Reiz ... Ich glaube, Luba zuckten schon bei dem Wort „Sterndeuter“ die Augenlider.

Bild von Canidio

Luba vomTurm zu Sir Lennard: Möglicherweise, aber dazu solltet Ihr einen Astrologen befragen, einen Sternendeuter oder besser eine Astrologin, das machen meistens Frauen.
Lennard vonLemond: Ja richtig ... einen Logen ... astrologen ... aber ich dachte ... Ihr hättet auch gewisse Kenntnisse ....
Jil Cuttita nickt zu Lenanrds Worten: Das wäre sicher spannend. Zu schade, dass Ihr Euch nicht auch darauf versteht.
Luba vomTurm etwas entrüstet: Verzeihung Sir, aber mit diesen Leuten haben wir Astronomen nichts zu tun.
Jil Cuttita: Ich denke, werte Luba, der Prinz wollte Euch damit nicht zu nahe treten.
Lennard vonLemond bestätigt: Keinesfalls ... beste Luba!

Luba vomTurm: Ich danke für Euer Verständnis.

Der Prinz hatte noch die Idee eine Astrologin im Schloss anzustellen, aber die Herzogin hatte wenig Vertrauen in einen unbekannten Sterndeuter. Dafür überraschte dann die Kommandantin ...

Bild von der Waldhüterin

Anna Carlberg: Der Wassermann steht für Wasser. Viel Wasser wird fallen. Da kommt bestimmt viel Regen und der Steinbock steht für gutes Essen. 
Lennard vonLemond schaut zu Anna: Ja das wäre erfreulich.
Jil Cuttita: Nun gut, Kommandantin Anna, dann sehen wir mal ob es so eintritt.


Ich kann auch eine Prognose stellen: Auf Regen folgt irgendwann die Sonne. *zwinkert*


Montag, 5. Juli 2021

Das leuchtende Beispiel

Einen Tag vor der Audienz drehte ich meine obligatorische Runde und sah durch Zufall jemanden, den ich schon für verschollen hielt. Eigentlich hatte ich mit dem Schlitzohr noch ein Hühnchen zu rupfen, aber ich hielt mich zurück. 

Elyion Arai schaut mal nach dem Halunken am Tisch: Hm... *von links und rechts beschaut* Ihr seht jünger aus. Ich habs ... der Vollbart ist weg!.. Das isses!

Nanu? Der Mann reagierte komischerweise nicht. Ich schaute mir den Burschen genauer an. John schlief doch tatsächlich mit offenen Augen! Seine Pupillen waren ganz starr halb von den Lidern verdeckt.

Elyion Arai winkt Cani heran. "Setz dich... das ist doch die Gelegenheit ...", schnappt sich einen Becher und kippt sich was aus der Flasche hinein. "Vielen Dank für die Einladung."
Canidio Arai grinst nur noch: Lass es dir schmecken, mein Herz. 
Elyion Arai: Hm.. kann man trinken, ein bisschen gestreckt vielleicht ... aber kann man trinken ... Soll ich mal seine Taschen durchsuchen? *zu Cani etwas witzelt, leert den Becher und gießt sich spontan nach*
Canidio Arai: Hmmmm *grinst leicht* ja er hat doch noch was uns interessiert ...
Elyion Arai: Passt nur leider nicht in die Taschen von ihm...  *Klamotten beäugt*


Mit dem Ding würde er sicher nicht ständig herumrennen. Das war mir natürlich klar. Beim letzten Mal hatte er uns ja die Geschichte aufgetischt, dass er einem Händler den Kristall abkaufen wolle. Aber dafür wollte er 5000 Goldstücke! Das war bei Weitem zu viel!

Zeit dem Burschen eine kleine Lektion zu erteilen ...

Elyion Arai greift nach dem Becher der vor John steht und gießt ihm schnödes Wasser hinein, schiebt es ihm vor die Nase.
Canidio Arai: Ich glaube, er bekommt nichts davon mit.. so sieht es zumindest aus.
Elyion Arai: Also ... sollten wir ihm einen kleinen Streich spielen? *flüstert*
Canidio Arai sieht grinsend zu Elyion und nickt heftig, flüstert dann: Er weiß ja nicht, wer es war.
Elyion Arai: Das kommt darauf an ... *flüstert*
Canidio Arai rutscht näher zu Elyion und flüstert: Wir machen nur das was andere auch können.. ohne Magie
Elyion Arai: Och .... *sieht traurig drein* Ach ich habs! ...
Canidio Arai kichert: Ja du hast recht.. *sieht Elyion neugierig an*

Am Liebsten hätte ich den Burschen ja in einen Frosch verwandelt, aber dann wäre er wohl früher oder später in der Suppe von Greta gelandet. Dann würde ich wohl den Kristall nie wiedersehen.

Elyion Arai: Ich bin doch dank Annas Idee dabei ein hübsches Haarwässerchen zu kreieren. Ich hatte da was mit ein bisschen Magie für besonders glänzendes Haar... aber das ist noch nicht so ganz ausgereift ... *hüstelt und greift in die Gürteltasche und stellt ein Fläschchen auf den Tisch, das eine goldene Flüssigkeit enthält*
Canidio Arai kichert leise los, nickt heftig, flüstert wieder: Ja dann wissen wir was passiert und was noch geändert werden muss.
Elyion Arai: Er ist das perfekte Opf... äh der perfekte Auserwählte ... Na, dann sind wir uns ja einig. *grinst fies*
Canidio Arai grinst hinterhältig: Ja das sind wir.

Elyion Arai nimmt die Flasche, steht vorsichtig auf und versucht keinen Lärm zu machen.
Canidio Arai sieht grinsend zu Elyion und erhebt sich auch leise, dabei John im Auge behält.
Elyion Arai: Na, dann wollen wir mal. *flüstert und grinst* Das wird lustig ...*pfropft das Fläschchen auf und beginnt tröpfchenweise die Flüssigkeit über das schlafende Dornröschen zu kippen*
Canidio Arai hält kurz die Luft an... flüstert dann: Er scheint tief und fest zu schlafen ...

Elyion Arai: Ah.. na also... es wirkt... *grinst*
Canidio Arai muss fast loslachen und nur ein Glucksen ist zu hören: Er wird sich bestimmt wundern.
Elyion Arai: Das leuchtende Beispiel. *zwinkert* Kann man Karten auch im Dunkeln lesen und jeder weiß wo man ist.
Canidio Arai: Ja, aber voll und ganz. *kichert * Er braucht keine Laterne mehr in der Nacht.
Elyion Arai: Ich finde dieses Versehen so grandios. Ich werde es wohl auf der Audienz als tolle Erfindung präsentieren.
Canidio Arai: Ja das ist eine gute Idee.. da wird die Herzogin sicher erfreut sein.
Elyion Arai: Leider hält die Wirkung nicht lange an, wenn man geistige Getränke zu sich genommen hat ...


Kaum hatte ich davon erzählt, da hörte die Wirkung bei Sir John auch schon wieder auf. Er hatte sich wohl vorher auch schon ein paar Rum einverleibt. Ich hätte es mir denken können, so tief wie er geschlafen hatte.

Das war leider Pech. Das doofe Gesicht, wenn er mit leuchtenden Haaren aufgewacht wäre, hätte ich zu gerne gesehen! Das wäre dann fast so gut gewesen, wie der Blick des Statthalters in die Tränke, als ich ihm dummerweise ein paar Hörner aufgesetzt hatte ...


Elyion Arai: Ah Mist... siehst du... da hört es auch schon auf ...
Canidio Arai: Oh nein.. das ist ja gemein *sieht Elyion traurig an*
Elyion Arai: Da hat er wirklich Glück gehabt. Sonst ist die Wirkung so um die drei Stunden.
Canidio Arai: Vielleicht bekommst du es noch hin, dass sie länger hält und wir haben vielleicht noch einmal das Glück ihn hier schlafend vorzufinden?!
Elyion Arai: Ich soll den Zufall noch herausfordern für Leute, die sich betrinken? Nein, nein... das ist keine gute Idee.
Canidio Arai: Ja du hast recht.. wie komm ich nur auf diesen Gedanken? *schüttelt den Kopf über sich selbst*


Während wir uns noch über dies und das unterhielten, kippte plötzlich der Ärmste noch vom Stuhl! Wir trugen den Schluckspecht schnell in den Kontor und drapierten ihn auf dem Boden mit dem Kopf auf einem Sack Weizen. Da würde er sicher ruhig seinen Rausch ausschlafen können.

Na, dann gute Nacht!


Samstag, 3. Juli 2021

Mithrandirs Sehnsucht

Eines Abends dieser Tage ging Canidio zum Pier, um mit Mithrandir zu reden. Bisher hatte sich der stellvertretende Gildenleiter wacker geschlagen, aber selbst den stärksten Mann kann bisweilen mal ein mentales Tief ereilen.

Wodurch es ausgelöst wurde, kann ich leider nicht mit Genauigkeit sagen. Es fing auf jeden Fall an, als er wieder nach Carima zurückgekehrt war.

Mithrandir Drakonus: *schaut aufs Meer hinaus, als ob er auf etwas wartet und bemerkt aber das Herankommen von Cani* Grüße, werte Canidio. Sucht Ihr etwas?
Canidio Arai legt den Kopf leicht schief und sieht auch aufs Meer: Ja ich hatte Euch gesucht. Seid gegrüßt, werter Mithrandir.
Mithrandir Drakonus: Mich? Was kann ich für Euch tun? *man könnte meinen, er sieht etwas da draußen*

Bild von Canidio 

Er schien sehnsüchtig auf etwas zu warten. Aber eine weitere Lieferung war es nicht. Das Artefakt hatte er bereits unter einigen Schwierigkeiten geholt.

Canidio Arai überlegt wie sie ihm die Frage am besten stellt ohne jemanden etwas zu verraten: Wie geht es Euch selbst?
Mithrandir Drakonus: Man ist halt da... *eine seltsame Antwort gibt*

Wie es schien, hatte der gute Mann auch schon eine Weile nichts mehr zu sich genommen. Canidio konnte natürlich nicht anders als dem Fahlhäutigem die Leviten zu lesen. Wenn ein Mensch länger fastete, war das an sich kein Problem, aber bei einem Vampir schon ...

Mithrandir Drakonus: *schaut wieder aufs Meer und beginnt zu erzählen* Es ist schwierig, das lange Warten. Ich warte nicht so wie die anderen auf den Meister ... ich warte darauf, dass ein Freund wiederkehrt... Versteht Ihr das? Es ist komisch, wenn ein Vampir so etwas sagt. Er fehlt mir ... seine komische Art ... seine anrüchigen Sprüche ... die Trainigsübungen.


Da war die Katze aus dem Sack! Mithrandirs Sehnsucht nach seinem engen Freund hatte sich in eine schwere Melancholie verwandelt. Das war kein gutes Zeichen! Der Vampir verstand die Welt nicht mehr. Er, der nach seinen eigenen Worten „sich die Welt untertan machen könnte“, wartete auf die Rückkehr eines Menschen ... oder besser gesagt: Leviathan.

Mithrandir Drakonus: *nickt* Er ist anders und Mensch passt auch nicht mehr zu ihm. Ich frage mich, ob es das wert ist, was er da tut. All seine Eskapaden ... All das, was er sich antut, nur um etwas zu erreichen, um dieser Welt nicht entrissen werden zu können, um die, die sich um ihn herumscharen zu helfen und zu schützen.

Ja, so war Levi - ein Gauner mit einem großen Herzen. Immer bereit, eine weitere Grenze zu überschreiten, von denen man besser die Finger lassen sollte.

Mithrandir Drakonus: *schaut Canidio an und beginnt plötzlich zu erzählen* Ich habe ihn auf dem Schlachtfeld damals nicht schützen können. Er war auf sich selbst gestellt, doch er hat nie aufgegeben. Er hat Dinge vollbracht, die ich bei Magier noch nie gesehen habe. Ein lebloser Körper, nur der Arm ab, die Elle steht noch, die Hand bewegt sich und lässt es regnen ... Den anderen schauderte es, als sie das sahen! Findet Ihr nicht, dass er übertreibt? Ich mache mir Sorgen und ich mache mir eigentlcih selten Sorgen.
Canidio Arai nickt lächelnd: Ich verstehe, was Ihr meint. Nein, das tut er nicht. Im Gegenteil, er war mutig und hat all dies getan.
Mithrandir Drakonus: Er hat den Rest mit dem Regen am leben erhalten... *Canidio anschaut* Richtig?
Canidio Arai: Ja, das ist richtig, Mithrandir. Wenn wir eine Möglichkeit finden unser Wesen in etwas zu bringen, um zu überleben, dann tun wir dies im Notfall.
Mithrandir Drakonus: Er hat in Avalon die Magie ins Choas gezogen, so dass er selbst in Mitleidenschaft gezogen wurde ... Warum tut er sowas? Wie soll man ihm helfen, wenn er sich eher zerstört als... *redet nicht weiter*

Bild von Canidio 

Da erwähnte er einen Punkt, der nicht von der Hand zu weisen war: Levis Hang zu destruktivem Verhalten stellte allerdings ein Problem dar. Canidio hatte zwar die Zuversicht, dass er in Zukunft aus seinen Fehlern lernen würde, aber ich war da nicht ganz so optimistisch. 

Ich müsste ihn mir wahrscheinlich noch mal persönlich zur Brust nehmen, um ihm dem Ernst der Lage vor Augen zu führen. Selbst ich hatte auch öfter schon den Hang, mir die Last der Welt auf die Schultern zu bürden Aber das war nicht immer der beste Weg ...

Mithrandir Drakonus: Meint Ihr, er tut das öfters? Das mit dem schwarzmagischem?
Canidio Arai: Ja, das vermuten wir. Sonst hätten wir ihm sicher schneller helfen können.
Mithrandir Drakonus: Ich verstehe ... Er schadet sich damit, nicht wahr? So wie, wenn ich kein Blut trinke?!
Canidio Arai: Wenn er sich für diese Seite enschieden hat, schadet er sich nicht. Wenn Elyion oder ich dies machen würden, könnte es böse enden.
Mithrandir Drakonus: Ihr meint, er kann diese Magie dann einfach so ausführen? Wie Ihr seht, suche ich nach Antworten. 
Canidio Arai nickt: Ja stimmt, Mithrandir ... Ihr solltet bald möglichst Euch wieder nähren. Es ist zwar nicht leicht, doch je mehr Übung er darin bekommt, umso leichter kann er damit arbeiten.


Tja, so ist das. Der gewöhnliche, notorische Sesselhocker wird nicht so mal eben einen Marathon laufen können. Wobei ich natürlich NICHT sagen will, dass ich ein Sesselhocker bin! Dunkle Magie kann man mit etwas Übung meistern, aber sie zerstört dennoch wie ein nagender Wurm das innere Wesen. Es sei den natürlich, man ist von Hause aus ein Dämon. Für einen Menschen gilt das leider nicht. 
 
Aber Levi war inzwischen ja kein Mensch mehr gewesen und wird es bei seiner Wiederherstellung nie wieder sein. Mit dem großen zukünftigen Drachenanteil dürfte sich also das mit dem selbstzerstörerischen Verhalten und dem Problemen mit dunkler Magie fast schon erledigt haben.

Canidio Arai: Adira hatte mit dem, was sie Euch sagte recht: Der Drache in ihm ist so stark geworden, so das er ihn, wie es aussieht, nicht mehr loslassen wird.
Mithrandir Drakonus: Was meint Ihr damit?! *schaut Cani etwas entsetzt an*
Canidio Arai: Er wird wohl leider immer wieder das Wesen eines Drachens annehmen. Wir werden es nicht verhindern können ... *seuftzt *
Mithrandir Drakonus: *seufzt* Was soll nur werden aus dem Wicht?
Canidio Arai: Er wird es schaffen, Mithrandir. Elyion und ich hoffen es sehr!
Mithrandir Drakonus: Er ist kein Mensch, er ist kein Tier er ist... eine umherirrende Seele, die an seine eigenen Knochen gekettet ist. Da ist es schon fast schön ein Vampir zu sein. *eine abwinkende Handbewegung macht und fängt plötzlich das Grinsen an* Mich muss man nicht einfangen und wieder zusammensetzen und tot bin ich eigentich auch schon irgenwie.

Bild von Canidio 

Wo nun klar war, was aus Leviathan werden würde, war es dem Hünen wohl etwas leichter ums Herz geworden. Er hatte endlich seine Antworten bekommen. Aber da war doch noch was mit Durst ...

Mithrandir Drakonus: Der Durst eines Vampirs kann schrecklich sein. Es ist fast wie ein Schmerz überall und man ist nur noch im Rauschzustand. Nun gut, ich verspeche Euch, ich werde was trinken. Ihr habt mir sehr geholfen.
Canidio Arai nickt leicht und sieht lächelnd zu Mithrandir hoch: Gerne, wenn Ihr einmal Fragen oder irgendwas sein sollte, meldet Euch einfach bei mir. Ihr seid der einzigste Vampir, dem ich wirklich vertraue.

Ich glaube, solche Worte hatte der Weißhaarige bislang noch nicht gehört ... Fast hätte ich sogar bei Canidios Erzählung ein Tränchen vergossen.

Mithrandir Drakonus: *schaut zu Cani und man könnte meinen, er fühlt sich geehrt* Ach wirklich? *will es aber verbergen was ihm aber gerade schlecht gelingt*

Selbst bei so einen ausdruckslosen Koloss konnte Canidio das nicht schlagende Herz erweichen. Schnell machte er sich vom Acker, um sich einen Imbiss zu suchen ...



Ein ganz normaler Juni ... ( Juni 2023)

01. Juni - der Feuerkreis - OOC Am späten Abend saß ich mit den Gefährten am Feuer und wir ließen die Woche Revue passieren. Wir sprachen üb...