Mittwoch, 10. März 2021

Die geheimnisvolle Hütte

Eine Hütte ist ja an sich nichts Ungewöhnliches. Davon gibt es in Carima reichlich. Umso merkwürdiger war es, dass die Leuchtturmwärterin vor die Herzogin trat und von deren Entdeckung berichtete.

Luba vomTurm: Die Waldhüterin hat eine Hütte entdeckt, und ich habe den Standort in eine Karte eingezeichnet.
Jil Cuttita: Eine Hütte? Wo?
Luba vomTurm: Ja, darf ich sie Euch zeigen ?
Jil Cuttita: Ich bitte darum.

Luba vomTurm baut ihre Staffelei auf: Blue, magst du mir vielleicht behilflich sein ?
Jil Cuttita schaut gespannt was Luba da aufbaut.

Wie üblich unter kräftigem Klappern und Schrauben stellten Luba und Blue die Staffelei auf. Trotz Karte musste die Waldhüterin erst mal genauer erklären, wo sich diese Hütte ganz genau befand.

Luba vomTurm: Da, wo das Kreuz ist, da ist diese Hütte.
Jules Dreki: *brummt leise* Wo ein Kreuz auf einer Karte ist, ist normalerweiser immer ein Schatz.

Jil Cuttita: Mhh ...  ich sehe das Kreuz, aber vergebt mir. Ich habe keine Vorstellung wo dies sein soll?
Bluemoon Sweetrain: In der äußersten Nord-Ost-Ecke von Valley, da kommt eigentlich nie jemand hin. Dazwischen ist ein schmaler Meeresarm.
Anna Carlberg flüstert zu der Herzogin: Das stimmt.


Etwas Spannung aufzubauen, ist immer gut. Es erhöht die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Und spätestens jetzt hätte ich die Katze aus dem Sack gelassen. Aber das wurde einfach mal geflissentlich übergangen und Luba ging gleich in die Vollen:

Luba vomTurm: Ich könnte die Hütte mit einem Schuss aus der Kanone in Schutt und Asche legen, Hoheit, wenn Ihr es wünscht.
Jil Cuttita zuckt zusammen: Bitte verzeiht, Luba. Ich habe da wohl etwas überhört. Warum wollt Ihr denn die Hütte mit der Kanone zerstören?
Luba vomTurm etwas kleinlaut: War ja nur so eine Idee, Hoheit.

So gescheit die Leuchtturmwärterin manchmal daherkam, so hatte sie auch ihre Momente, in denen ich mich frage, ob ihr Käsebrot noch ganz in Ordnung war. Die Waldhüterin wand jedenfalls ein, dass Sir Lennards Haus in der Schusslinie sei. Luba war zwar von ihren Zielkünsten recht überzeugt, aber da war der Statthalter anderer Meinung. Wie es schien, war er dank ihrer Kanone schon fast einmal ersoffen. 

Bluemoon Sweetrain: Außerdem sind in der Hütte nur leere Kisten, aber nicht, dass ihr denkt, ich wäre neugierig Hoheit.


Jil Cuttita: Mir wäre viel daran gelegen, wenn Ihr diese Hütte weiter im Auge behalten könntet. Ich habe da so einen seltsamen Verdacht. Würdet Ihr das für mich bitte tun, Luba? Zusammen mit der Waldhüterin am besten ?
Bluemoon Sweetrain: Ja, Hoheit.
Luba vomTurm: Selbstverständlich, Hoheit: Im Auge behalten.
Jil Cuttita: Und bitte ... *leise zu den Beiden* ... seht Euch vor, dass man Euch nicht vom Lemonde Anwesen aus sieht!
Bluemoon Sweetrain nickt: Eine Jägerin muss gut schleichen können.
Luba vomTurm: Wir werden so gut wie unsichtbar sein, Hoheit.
Jil Cuttita: Sehr gut. Es würde mich nicht wundern wenn Der Prinz seine Finger da mit im Spiel hat.

Wer diese Hütte nun in Beschlag hatte, war noch völlig unklar. Dafür gab es eine ganze Reihe Verdächtiger. War diese Bretterbude vielleicht die neue Residenz der Nafreda-Piraten Koalition oder gehörte sie eher zu der rivalisierenden Schmugglerbande? Oder hatte gar die Herzogin recht?

Ich werde auf jeden Fall sie auch im Auge behalten und vielleicht kann mir diese Information auch noch sehr nützlich sein ...

Dienstag, 9. März 2021

Die Drachentheorie



Die Waldhüterin trug als Erstes nur gute Nachrichten vor. Irgendwie hatte sie wohl Angst, dass man sie sonst einen Kopf kürzer machen würde. Doch die Herzogin konnte sie beruhigen.

Jil Cuttita: Keine Sorge Jungfer, Ihr habt einen guten Kredit bei mir.
Bluemoon Sweetrain: Die Bäume blühen schon bald. Es wird genug Brennholz geben. Das Wild vermehrt sich prächtig und irgendwelche versteinerten Spinnen habe ich auch nicht mehr gefunden
Jil Cuttita nickt erfreut: Das sind führwahr gute Nachrichten.


Aber in Sachen Avalonbär hatte sie leider keine guten Neuigkeiten. Die Fallensteller waren immer noch auf freiem Fuß. Wenigstens waren die zwölf Goldtaler noch zu haben und die Waldhüterin hatte schon einen Verdacht ...

Jil Cuttita: Doch sagt bitte: Habt Ihr den Meuchler von Petz dem Bären gefunden?
Bluemoon Sweetrain: Nein, aber ich habe einen neuen Verdacht.
Jil Cuttita: Oh, ein Verdacht? Wollt Ihr diesen schon mit mir teilen?
Bluemoon Sweetrain: Rund um die Bärenfallen habe ich keine verdächtigen Spuren gefunden und da könnte es sein dass...*sagt leise* dass es vielleicht ein Drache war.


Da klappte mir doch glatt die Kinnlade herunter! Wie hätte bitte schön ein Drache sich zwischen den Bäumen bewegen können? Der hätte ja nicht größer als der Bär selbst sein dürfen! 

Bei der » Geschichte mit der dunklen Gestalt «, die sich in einen Raben verwandelt hatte, hielt man die Jungfer für völlig übergeschnappt. Obwohl die Kommandantin mit dabei gewesen war. 

Aber jetzt, wo der Statthalter sich mit Blue in Avalon herumgetrieben hatte, hielt man diese verrückte Theorie für absolut möglich! Ich bin immer noch fassungslos ...

Wenigens die Tratschweiber am Hafen wussten diesmal, was wirklich Sache war:

...die Waldhüterin hat eine Verdacht, was den Bären angeht. Der Täter soll geflogen sein. Habe sich an eine Drachen gehangen. Sie sind auch noch stotz drauf, was sie da sagen. Was der Statthalter da wieder gesoffen hat...?

[Autor: Sir Levi]


Wer weiß, ... vielleicht hatte der Statthalter wirklich zu tief ins Rumfass geschaut oder die Kopfverletzung, die er letztens davon getragen hatte, war weitaus schlimmer als gedacht ...

Jil Cuttita
schaut zu Primus.
Primus Caproni nickt bestätigend.
Bluemoon Sweetrain: Der tapfere *räusper* Sir Primus hat gestern todesmutig den alten Drachenturm bestiegen.
Jil Cuttita: Ja, ich hatte so etwas auch schon von unserem Stadthalter vernommen. Er hat Euch in den höchsten Tönen gelobt.
Primus Caproni läuft zinnoberrot an.

Primus und Blue turtelten noch etwas herum und ihre Hoheit diagnostizierte:

Jil Cuttita schaut zwischen Blue und Primus hin und her und lacht: Ich glaube, nun ist es wirklich sicher - der Frühling ist da.

Der mutige Statthalter und die Drachentöterin - irgendwie klang das wie der Auftakt zu einer schrägen Tragikomödie.

Bluemoon Sweetrain: Also wer einen Drachen sichtet, soll es mir melden. Ich werde ihn natürlich erlegen! *übertreibt etwas*
Jil Cuttita: Blue, die Drachentöterin? Nun ja, Waldhüterin ... Ihr nehmt Euch da Großes vor und ....
Bluemoon Sweetrain: Ach ja *winkt ab und tut mutig*

Bild von der Waldhüterin

Die Herzogin gab der Waldhüterin noch eine Warnung mit auf den Weg:

Jil Cuttita: Bedenkt, es gibt nicht nur Drachen, die uns übel gesonnen sind. Solltet Ihr Diamond erlegen, wäre dies auch mein Verderben.
Bluemoon Sweetrain: Diamond kenne ich doch, das würde ich nie tun Hoheit.
Jil Cuttita: Das hoffe ich sehr ...

Die Geschichte mit dem Drachentöten kam einer fiesen Lady ganz gelegen. Man merkte, dass sie wieder im Begriff war, etwas auszuhecken.

Lady Nichneven: *sich die Hände reibt* Hehehe *ist zu hören leise* Vielleicht. ...finde... den *mehr ist leider nicht zu verstehn, da sie zu leise spricht*

Natürlich wollte sie die Drachenschlange, die ich unter meine Fittiche genommen hatte, mit Sicherheit zu Blue locken! Das konnte ich nicht zulassen! Noch war die Drachendame im hohen Norden hinter dem Elbengebirge in Sicherheit. Sie hatte sich in einer der Gebirgshöhlen zurückgezogen und jagt gerne den Fischschwärmen hinterher. Aber die Frage war nur ... wie lange?



Irgendwie schien die kleine Dämonin langsam aber sich Nafreda den ersten Platz als Bösewicht Carimas streitig zu machen. Nichnevens Kommentar dazu wäre bestimmt dieser:

Lady Nichneven: *leise sagt* Ja, es entwickelt sich alles prächtig.

Montag, 8. März 2021

Von Musen und Vermächtnissen

Der Prinz wurde wieder schmerzlichst auf der Audienz vermisst. Natürlich vor allem von der Waldhüterin. Da hat er diesmal wirklich was verpasst. Sie hatte extra einen ganz besonderen Duft namens „Touche de violettes printanières“ - ein Hauch von Frühlingsveilchen - aufgelegt. Primus Reaktion darauf sprach diesmal Bände.

Bluemoon Sweetrain tritt vor und verströmt wie immer einen unwiderstehlichen Duft, den sie Primus dezent zuwedelt.
Primus Caproni schnuppert und schaut verträumt zu Blue.

Den Prinzen hatte inzwischen die Muse geküsst. Wer weiß, wozu ihn der Duft inspiriert hätte, wenn er ihn wohl erschnuppert hätte. Aber nach den ganzen Strapatzen der letzten Wochen und Monate sei ihm ein Päuschen vergönnt.

» Hier kann man das Kunstwerk bestaunen «

Nachgeahmte Pfuscherei vom Magus

Aber kommen wir lieber zur Audienz zurück. Bevor Herzogin Jil sie eröffnete, hatte sie noch etwas Wichtiges zu sagen:

Jil Cuttita: Bevor wir heute beginnen, möchte ich kurz etwas nachholen, dass ich letzten Sonntag sträflicherweise vergessen hatte. Am vergangenen Sonntag: Es war der 28. im Monat März hätte Linde ihren Geburtstag begangen. Linde hat Carima aus der Taufe gehoben. Ohne sie würde es das alles hier nicht geben. Daher möchte ich, wenn auch nun mit einer Woche Verspätung, hier in der Audienz kurz an sie erinnern. Liebe Linde... alles Gute zum Geburtstag.. wo immer du nun auch sein magst. *hält einene Moment inne*


Jules Dreki: *setzt ihren Hut ab*
Bluemoon Sweetrain schaut andächtig.
Jules Dreki: *murmelt leise* Alles Gute.
Canidio Arai nickt lächelnd und schweigt kurz andächtig.
Luna Ventus harrt in einer andächtigen Haltung.
Jil Cuttita: Ich hoffe, wir führen Carima in ihrem Sinne weiter.
Bluemoon Sweetrain nickt
Nafreda Nadal: ((nicke zustimmend))
Canidio Arai leise sagt: Das werden wir.

Ich habe mal in meiner alten Kiste gestöbert und tatsächlich noch ein Bild ausgegraben, dass Linde (Dezember 2010) zu Weihnachten geschickt hat. Ihre Worte darauf sind zugleich traurig, wie auch aufmunternd:


Übrigens war Linde auch eine tolle Künstlerin. Zum Geburtstag hatte sie mir mal vier ihrer Bilder geschenkt. Sie hängen heute noch in meinem (virtuellen) Haus.



Sonntag, 7. März 2021

Lady in red

Gut 13 Tage war die rote Lady nun schon im Lande und Angst machte sich vermehrt unter der einfachen Bevölkerung breit. Erst munkelte man was von einem Höllentor in Avalon, dann krähte ein Verrückter, der Teufel würde uns alle holen und nun wandelte eine Unbekannte, die so aussah als wäre sie frisch der Hölle entstiegen, auch noch mitten unter uns. Eigentlich waren es ja zwei, aber das wusste natürlich nicht jeder.


Auf der Audienz hatte die neu angekommene Dame erzählt, dass sie aus einer anderen Welt käme. Sie wollte selbst mit eigenen Augen sehen, ob an den Geschichten über Carimas Schönheit wirklich etwas dran wäre, und nun war sie selbst von Land und Leute schwer beeindruckt. Grund genug, um länger zu verweilen!

Wie Canidio mir berichtete, hatte Sir Primus wohl bei der roten Lady einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Lady Val hatte sich ja sogar auf der Audienz nach seinem Namen erkundigt. Dabei war sein Gebaren nicht wirklich das gewesen, was man von ihm erwartet hätte.


Primus Capronis Kopf knallt lautstark von unten gegen die dicke Tischplatte: AUUUU verdammt noch mal!
Lennard vonLemond: *klopft Primus auf die Schulter* Laaangsam junger Mann!
Luba vomTurm: Ihr müßt nicht anklopfen, Sir Primus, kommt einfach wieder hoch.

Nein, das ist nicht Wilhelm Tells Sohn mit Apfel,
sondern der Statthalter mit Beule *zwinker*

Bluemoon Sweetrain grinst.
Primus Caproni raunt Lennard zu: Ich kann es nicht sehen. Der Rock ist zu lang!
Lennard vonLemond nickt: Nun ja ... vielleicht ... finden wir es noch heraus .... *flüstert *

Der gute Mann hatte schon einiges intus und wollte doch glatt Lady Val unter den Rock schauen! Aber nein, nicht das was man vielleicht vermutete ... Er wollte lediglich die Hufe der Dame bewundern.


Primus Caproni reibt sich den Kopf: Das gibt eine Beule.
Luba vomTurm: Hohlkörper ausbeulen ist schwierig...
Primus Caproni: Das habe ich gehört, Leuchtturmwärterin!
Firehand Val denkt bei sich: Ein kluger Mann, nur um zu sehen, was sich unter meinem Rock befindet aber konnte es nicht sehen. *grinst dann einwenig*

Bildquelle: Canidio Arai

Wer war diese Dame denn nun wirklich? Canidio hatte sie zusammen mit Anna ein paar Tage zuvor auf dem Marktplatz getroffen. Dabei schnappte sie ein paar interessante Details auf ...

Firehand Val: Menschen mögen Tieflinge nicht.
Anna Carlberg: Oh und was ist ein Tiefling?
Firehand Val: Ein Mischwesen von Mensch und Unterweltler.

Bildquelle: Canidio

Aha ... da hatten wir also eine zufriedenstellende Antwort. Es war wirklich ein Wunder, dass sich noch nicht der Pöbel auf dem Marktplatz zusammengerottet hatte. Die tief verwurzelte Angst vor der Hölle trieb Menschen oft zu unüberlegten Taten. Wie es schien, hatte die Besucherin auch schon reichlich Erfahrung damit gemacht. 

Firehand Val: Wie ich sehe, seid Ihr in diesem Lande viel gewohnt. 
Canidio Arai nickt leicht seufzend: Ja, da habt Ihr recht... Gutes wie auch Schlechtes. 
Firehand Val: Ja, allem Anschein nach. Ich wurde auch schon weitaus unfreundlicher empfangen, wenn man das so einfach daher sagt.

Bild von Canidio

Canidio Arai zieht eine Augenbraue hoch: Unfreundlicher... ? Von wem denn das?... Wir alle sind eigentlich erfreut, wenn wir jemand Neues sehen.
Firehand Val: Wenigstens fürchte man mich offensichtlich nicht. Nun in anderen Landen wurde ich mit Fackeln und Mistgabeln empfangen. Hier ist das wohl anders.


Wenn sie sich da mal nur nicht täuschte! Sie konnte von Glück reden, dass sie bisher nur auf die friedlichen Bewohner Carimas gestoßen war. 

Anna Carlberg: Lady Val, du bist hier Dienstag angekommen per Schiff?
Firehand Val: Ja, mit einem Schiff und dann hier an Land gegangen. 
Anna Carlberg: Und war die Reise lang?
Firehand Val: Ja, ....ja kann man ruhig so sagen. Eine sehr lange Reise.

Bild von Canidio

Ich hätte eher vermutet, dass sie durch ein Portal gekommen war. Schließlich war sie ein mächtiges magisches Wesen. Das hatte sie schon mehrfach bewiesen. Es waren zwar bisher nur Krüge mit Wein, die umherschwebten und sich selbständig befüllten, aber immerhin. 

Jedenfalls hatte sie auch eine Schwäche. Aber die war nicht sonderlich erstaunlich. Wer mag denn schon Wasser?! Brrrr ...

Firehand Val: Na ja, ich mag Wasser nicht besonders. Obwohl ich schwimmen kann,  begebe ich mich nur in das Element wenn ich unbedingt muss. 
Canidio Arai nickt leicht lächelnd und leise sagt: Könnte es sein, dass Ihr eher Feuer bevorzugt?
Firehand Val: Wobei ich auch die Luft und die Erde mag.


Lady Val erzählte noch, dass sie drei Brüder hätte. Man nannte sie wohl die Unzertrennlichen. Der Älteste war wohl 1200 Jahre alt und scheinbar konnte nur ihr Vater sie im Zaume halten. Na hoffentlich finden diese Brüder nicht auch noch den Weg nach Carima! Dann haben wir wirklich die Hölle auf Erden ...

Apropos „Hölle auf Erden“:

... man berichtet aufgeregt, dass vor Kurzem des Nachts eine dunkle Gestalt ... ein ... Weib mit Maske und leuchtend roten Augen über den Pier Richtung Meer schritt ...

Am Ende verweile sie kurz, dann sah es so aus als ob sie im Pier versinken würde ...

Seitdem passieren immer mehr schaurige Dinge ... Immer mehr Arbeiter begehren auf! Zum
Teil soll regelrecht Choas ausbrechen ...

Nur Seemannsgarn oder ...?
 
[Autor: Sir Levi]

Bild von Nichneven


Freitag, 5. März 2021

Was bringt Nichneven wohl auf die Palme?


Auf der letzten Audienz gab es wieder reichlich spannende Themen, die den Hoheiten vorgetragen wurden. Darüber gibt es auch einen schönen Abriss, den der Stadtschreiber verfasst hat.


Seit einiger Zeit schwehlte nun schon der Konflikt zwischen Nichneven und uns. Davon blieben wir auch auf dieser Audienz nicht verschont.

Elyion Arai sieht scheel zu Nichneven.
Lady Nichneven: *grinst Elyion ins Gesicht*
Elyion Arai verfinstert sein Gesicht, grüßt dann in die Runde.
Lady Nichneven: *dreht ihren Kopf langsam und grinsend nach vorne*

Die freche Lady verhöhnte uns mit Freuden und brannte regelrecht darauf, uns das Leben zur Hölle zu machen.


Canidio Arai wird leicht wütend, nur Elyion kann es Knistern hören, murmelt dann: Ich dreh ihr gleich den Hals um!
Lady Nichneven: *schaut nochmal zurück und meint dann leise* Wagt es und Unschuldige werden Feuer und Flamme sein ...
Elyion Arai belegt Nichneven mit einem arg finsteren Blick nach deren Kommentar zu Canidio.
Canidio Arai flüstert erneut: Irgendwann treff ich Euch im Freien und alleine... dessen solltet Ihr Euch sicher sein.
Elyion Arai stupst nach Canidio: "Pssst."
Canidio Arai zuckt leicht zusammen, als sie den Stupser von Elyion spürt und sieht nickend zu Elyion. 
Lady Nichneven: *dreht ihr Gesicht nach vorn, zeigt Cani die rechte Handinnenfläche und lässt kurz ein kleines Feuerchen sichtbar werden*


Das hätte wirklich ins Auge gehen können! Nichneven traute ich inzwischen schon fast alles zu. Aber ich werde dieser dreisten Lady noch die Leviten lesen! 

Die Audienz förderte aber auch eine interessante Sache zutage: Scheinbar waren wir nicht die einzigen Rivalen von Nichneven. 

Anna Carlberg nickt zu Lady Val. 
Firehand Val
 nickt zurück zu Anna.
Lady Nichneven: *schaut kurz hinter sich, wer da begrüßt wurde und verengt die Augen als sie die erblickt*


Alles was Nichneven auf die Palme brachte, war Grund genug, um es einmal eingehender unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht war diese Val ja genau der Trumpf, auf den wir gewartet hatten. 

Also hakte ich mal bei der dunklen Lady  nach: 

Elyion Arai versucht Nichneven mit dem Stock anzutippen.
Lady Nichneven: *schaut Elyion nach dem Antippen mit grimmigem Blick an, sagt leise aber schaurig* WAS?
Elyion Arai: Eure Schwester? *raunt abfällig rüber*
Lady Nichneven: *schaut Elyion an und meint ganz leise zu ihm* Dann hätte ich sie Euch schon längst auf den Hals gehetzt! *Elyion anmault*
Elyion Arai: Na dann.. immerhin. Wäre schlimm noch so eine.. *flüstert* Schabracke wie Ihr...
Lady Nichneven: *dann noch meint* Ihr Wurm werdet schon sehn, was Euch erwartet... *dreht sich dann wieder nach vorne*


Elyion Arai sieht zu Cani und flüstert: Uhhh... das kleine Monster ist bissig geworden."
Canidio Arai schluckt kurz und versucht sich nichts anmerken zu lassen, flüstert dann zu Nichneven: Vergesst nicht, Ihr habt auch mich gegen Euch, kleine Göre. 
Lady Nichneven: *schaut kurz zu Canidio und sagt leise* Eine mehr oder weniger spielt keine Rolle. Hauptsache Ihr werdet nichts erreichen *lacht dann etwas hämisch*


Firehand Val: Ich wünsche zu verweilen mit Eurer Erlaubnis, denn das Land hat mich in den Bann gezogen.
Lady Nichneven: *greift sich an die Stirn und murmelt leise vor sich hin* Jetzt will die sich auch noch einnisten...

Aber wer war diese rote Lady, über die halb Carima sich das Maul zerriß?

... eine Frau mit Hufen habe sich vorgestellt auf der Audienz. *man ist sich nicht einig, ob man sie nicht besser gleich lyncht*

*ein anderer meint* ... der Vater war wohl ein Ochse, sie hat Hörner und Hufe. Vielleicht klappern sie ja beim laufen... *es werden wilde Mutmaßungen angestellt über die Frau*

*ein Barde trägt vor*

ich erzähle vom Tag und Nacht
was alles hier so geschieht
wer über uns alle wacht
und wer hier alles sieht.

Der Sänger hat Angst vor der Hörnerin
man kann ihn nur noch schlecht hören
er versteckt sich im Fasse drin
man wolle ihn nicht stören.


Zu guter Letzt! Was soll ich artikulieren?
Schlag aufs Fass, weck den Musikant!
tu' dich nicht zu sehr genieren!
Er wieder singe, nicht wie ein Elefant.

((Ich hoffe, ihr hatte Spaß beim Lesen. Ich wünsche allen, dass ihr gut durch die "Schwere Zeit" kommt. Ich hoffe, ihr habt nicht zu große Probleme und ein kleines Lachen kann den Tag noch aufheitern!

Gruß Leviathan))


Dienstag, 2. März 2021

Eine Kaktusnadel hier, ein Igelstachel da ...

Dieser Tage drehte sich das Stadtgespräch nicht nur um den Avalonbär, sondern auch um - man glaubt es kaum: Kaktusnadeln! Dafür hatte wahrscheinlich das neue Lied des Hofkomponisten gesorgt.

» Hier nachzusingen «

Aber seit ich die rockige Variante der Ballade bei den Behandlungen spielen ließ, flüchteten mir reihenweise die Patienten aus dem Atelier. *kopfkratz* So schlecht singt der Barde doch gar nicht? Oder lag es vielleicht am Refrain des Liedes? Ich muss es einfach mal mit der langsameren Variante probieren.

Es hatte natürlich auch etwas Gutes. Mir gingen nämlich langsam aber sicher die Kaktusnadeln aus. Mein bisheriger Lieferant sah schon ziemlich nackig aus. Babyface-like würde ich mal sagen. Es wurde also Zeit sich nach etwas Neuem umzusehen.


Dafür hatte ich genau das Richtige. Es lag schnarchend in einer kleinen Kiste und hielt Winterschlaf. Aus meiner langjährigen Erfahrung mit schiefgelaufenden Experimenten hatte ich einige Tränke entwickelt, die mit allerlei nützlichen Auswirkungen daherkamen. Unter anderem auch einen zur Enthaarung oder in diesem Fall zur Entstachelung ... Das geschieht natürlich alles zum Wohle Carimas!


Sollte dem armen Würmle doch mal kalt werden, dann stricken wir ihm einen Pullover! Und keine Sorge, ich kann das Nachwachsen auch Beschleunigen! Aber damit sollte ich lieber vorsichtig sein. Nachher ist es kein Igel mehr, sondern ein Stachelschwein. Ich hatte jedenfalls wieder einen ordentlichen Vorrat an Pieksern zur  Punktierung der Ttttsssccccchhhhakren. Soweit so gut.


Plötzlich hieß es am Hafen:

... die Wildhüterin soll einen Igel rasiert haben! *darauf ein anderer* Nein! Sie hat einen gefunden! Dem haben die Stacheln auf dem Rücken gefehlt! *man macht Witze darüber* Vielleicht wollte da jemanden anstacheln *Gelächter ertönt*

Bild von Blue, der Waldhüterin

... des Magus Kaktus hatte keine Stacheln mehr, er musste sich anderweitig umsehen.  *Riesengelächter bricht aus*

...da will wohl wieder einer spitz sein! *das Gelächter wird noch lauter, der halbe Pier gröhlt...*

[Autor: Sir Levi]

Ups ... da ist mir der kleine Kerl doch tatsächlich ausgebüchst. Zu allem Überfluss rannten wohl noch mehr Igel halb rasiert herum. Irgendwer hatte es definitiv auf mich abgesehen. Ob das wieder Nichnevens Werk war? Das Feuer auf dem Lokus war ja schon krass genug. Jetzt mussten womöglich auch noch Tiere durch sie leiden?


Jungfer Blue erzählte von den Vorkommnissen auf der Audienz. Ich hoffe nicht, dass die Waldhüterin mir das auch noch anlastet. Die Gerüchteküche brodelte ja schon fleißig und alles schien auf meine Person hinzudeuten. Selbst der Hafenbarde fing schon an ein Liedchen darüber zu trällern.

Des Magus grüner Kaktus,
nadelt wohl nicht mehr,
das ist wohl großer Stuss,
wo nimmer er nur Neue her...

[Autor: Sir Levi]

Da gab es natürlich noch mehr Strophen. Aber die befassten sich mit einem anderen Thema und finden dann im nächsten Artikel an entsprechender Stelle Erwähnung. Auf der Audienz war die Herzogin jedenfalls nicht sehr erbaut über Blues Mitteilung, dass mehrere rasierte Igel herumrennen würden. Ich hoffe nur inständig, dass niemand meine Reaktion beobachtet hatte.

Bild auf der Staffelei von Blue

Jil Cuttita: Wie BITTE?
Lennard vonLemond verzieht das Gesicht.
Elyion Arai zieht den Kopf ein.
Lennard vonLemond: Das ist ja .... igitt !!
Canidio Arai macht ein unschuldiges Gesicht.
Jil Cuttita: Wer erlaubt sich so etwas? Das arme Tier!
Bluemoon Sweetrain: Hier seht selbst.
Anna Carlberg: Oje.
Jil Cuttita: Das sieht aus wie das Gesicht von Primus.




Scheinbar hatte man schon vor längerer Zeit dem Marktkaktus seiner Stacheln beraubt. Wer das gewesen war, ist mir auch ein Rätsel. Blue und ich hatten dann wohl die gleiche Idee. Aber vermutlich betraf sie eher mich und die Waldhüterin war einfach nur ein sogenannter „Leumunds-Kollateralschaden“.

Elyion Arai tuschelt zu Cani: "Irgend jemand hat wohl wieder vor mich zu verunglimpfen"
Canidio Arai zu Ely sieht und sehr leise vor sich hinmurmelt, dass nur er es hören kann: Ja und wer was das nur?
Elyion Arai schaut unwillkürlich zu Nichneven rüber.
Canidio Arai flüstert sehr leise zu Elyion: Glaubst du, es war sie?
Elyion Arai flüstert: Der Lokus, der bei der Taverne brannte, geht auf ihre Kappe... mit Sicherheit.


Bluemoon Sweetrain: Ja,  jemand will mir wohl eins auswischen.
Lennard vonLemond nickt: Es gehen recht seltsame Dinge vor im Lande ... wie mir scheint ...
Jil Cuttita: Seltsam ist noch geschmeichelt Prinz. Das ist nahe an einer Revolution.
Lennard vonLemond nickt zur Hoheit.

Spätestens hier fing ich schon zu schwitzen an. Was wenn man mich der Tierquälerei beschuldigte?


Aber Blue schoß dann noch so richtig den Vogel ab:

Bluemoon Sweetrain: Ich fordere 1000 Jahre Kerker für diesen Unhold!
Lennard vonLemond: Ich seh nur noch keinen ... Sinn ... in solchen Taten ...
Jil Cuttita schaut mit besorgter Mine zur Jungfer.
Lennard vonLemond: Ja, lebt der Igel denn überhaupt noch Jungfer ?? Oder ist er verendet ?
Bluemoon Sweetrain: Es waren ja mehrere Igel, sie leben alle noch, ich weiß nicht ob die Stacheln nachwachsen.

Jil Cuttita seufzt.


Ich werde die Igelstacheln wohl lieber in der Versenkung verschwinden lassen und Stacheln von der Berberitze, dem Weißdorn oder Sanddorn nehmen. Die kommen den Kaktusnadeln doch wesentlich näher als die Igelstacheln und niemand wird mir noch ans Bein pissen können.

Ein kleines Resümee gab die Herzogin der Waldhüterin noch mit auf den Weg und irgendwie fand ich: Das geschieht ihr ganz recht! Da half auch nicht der Rettungsversuch mit den sich vermehrenden Rehen und Hirschen.


Jil Cuttita: So sehr ich euch schätze, werte Jungfer. Doch in letzter Zeit bringt Ihr nur noch schlechte Nachricht.. Ich weiß, es ist nicht an Euch. Ihr seid ja nur der Bote und ich werde es Euch nicht anlasten. Aber ..
Lady Nichneven: *sagt leise * der Überbringer schlechter Nachrichten ... *reibt sich die Hände*

Wie ich mich noch dunkel erinnere, hat man woanders die Boten schlechter Nachrichten, oft einen Kopf kürzer gemacht ...


Montag, 1. März 2021

Ein neuer Brief von Mithrandir

In dem ganzen Trubel um Angelegenheiten rund um die Verdauung, Entführungen und Fallen in übertragenen und buchstäblichen Sinn war eine Sache fast in den Hintergrund gerückt: Leviathan!

Doch der getreue Helfer Mithrandir blieb hartnäckig an der Zielsetzung dran, seinen Freund zu retten. Aber weil er das leider nicht alleine schafft, trudelte erneut ein Brieflein von ihm in unserem Atelier ein. Der schmale Siegfried hatte ihn diesmal gebracht. Ich glaube, das war der Buchhalter der Gilde oder so etwas Ähnliches.

Wenigstens war dieser Brief etwas besser zu lesen. Wahrscheinlich hatte Mithrandir die Zeilen einem seiner Untergebenen diktiert. Auf jeden Fall war es diesmal eine Wohltat für die Augen, nicht wieder so ein Gekritzel wie sonst entziffern zu müssen.

Werter Elyion,

die Vorbereitungen schreiten voran! Ich bin kurz davor, die Vorbereitungsphase abzuschließen! Allerdings kann ich euch leider nicht mehr als das vorlegen. Das Schloss ist begehbar! Ihr müsst noch einen Sugilith-Stein, der im Schloss der Vergänglichkeit irgendwo liegt, holen. Wir brauchen ihn zur Aktivierung des Altars von Sygant dem Lindwurm, der sich dort befindet! Sollte doch ein Kinderspiel sein, oder? Bei mir funktioniert es nicht! Ich werde euch bei Gelegenheit eine Schriftrolle zukommen lassen.


Des Weiteren muss ich Euch in Kenntnis setzen, dass seit Mitte der Woche Düsteres auf dem Schloss passiert! Der Himmel hat sich verdunkelt und es liegt eine Schwere auf dem Schloss, als ob es von irgendwas belagert wird. Ich konnte noch nichts ausmachen, habe aber auch nicht die Zeit für dieses Unterfangen. Da meine Helferin Adira auf sich warten lässt. Mir ist unbekannt, warum sich ihre Anreise so verzögert. Vermute allerdings, dass es etwas mit den Vorgängen, die gerade passieren, zu tun hat.

Ich warne und bitte Euch nochmals! Sollte an dem Geplapper am Hafen etwas dran sein. Müsst Ihr auf jeden Fall vorsichtig und umsichtig handeln. Seid vorbereitet! Ich habe ein ungutes Gefühl. Mir scheint, als ob Ihr jemanden auf die Füße getreten seid oder gar erzürnt habt.

Gez. Mithrandir *die Unterschrift ist wie immer gekrakelt, wie man es von ihm gewohnt ist*


[Autor: Sir Levi]

Schon wieder sollten wir unter Einsatz unseres Lebens irgendwo herumkrackseln und irgendeinen merkwürdigen Mist einsacken. Ein Sugilith-Stein sollte es diesmal sein. Wozu war die Klamotte denn nun schon wieder gut?!

Diesmal warteten auch noch schlimmere Gefahren auf uns als beim letzten Mal. Da waren es nur tödliche Schlangen und magische Fallen, und nun wartete Nichneven mit ihren Handlangern auf uns. Dann war da auch noch die Rede von einem Lindwurm. Na bravo: Dämonen und Drachenschlangen! Das pure Grausen packte mich!

Ich erinnerte mich an jenen Abend, wo ich schon einmal über die » Mysterien dieser wahnwitzigen Schnitzeljagd « nachgedacht hatte. Inzwischen war ich schon fast soweit, Sir Levi nach seiner Wiedererweckung gleich wieder zu erwürgen! Vielleicht sollte ich Nichneven doch die Steine geben? Dann hätte ich endlich meine Ruhe und könnte schöne Massagetränke brauen ...

Aber das geht natürlich nicht. Schließlich soll der Halunke ja gerettet werden. Dafür musste ich ja auch noch die Seelenlaterne aus dem Lokus angeln. *Nase zuhält* Damit sie niemand findet, wurde sie an einem sicheren Ort aufbewahrt. Und wer kommt schon auf die Idee in Exkrementen zu wühlen (außer mir natürlich)?!

Yiiiehaaah, also auf zu neuen Abenteuern ... *halbherzig mit dem Arm schwenkt*


Ein ganz normaler Juni ... ( Juni 2023)

01. Juni - der Feuerkreis - OOC Am späten Abend saß ich mit den Gefährten am Feuer und wir ließen die Woche Revue passieren. Wir sprachen üb...